Schöftland
«Das ist eine absolute Schweinerei» – Vandalen zerstörten Kunstwerke von Schülern

Vandalen haben am Wochenende auf dem Schulhausplatz gewütet und vier von Schülern geschaffene Kunstwerke zerstört. Der zuständige Schulleiter will heute Montag Klage einreichen.

Katja Schlegel
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Im Topf stecken noch die Reste der Verankerung, das Kunstwerk selbst ist zertrümmert.
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Vandalen zerstörten Kunstwerke auf Schulhausplatz Schöftland
Heinz Leuenberger, Schulleiter.

Im Topf stecken noch die Reste der Verankerung, das Kunstwerk selbst ist zertrümmert.

Zur Verfügung gestellt

Schulleiter Heinz Leuenberger ist fassungslos: Am Sonntagmorgen hat ihm eine Lehrperson vier Fotos geschickt. Auf den Aufnahmen zu sehen sind Kunstwerke, die Primarschüler der Schule Schöftland in der Projektwoche Ende September geschaffen haben. Doch die sogenannten Kunstbäume aus bunt bemalten Dachlatten oder Ästen, die das Schulareal verschönert hatten, sind nicht mehr: Vermutlich in der Nacht auf Sonntag haben Unbekannte sie zerstört, umgerissen und mit Fusstritten traktiert, bis das Holz geborsten ist.

Zeugen gesucht

«Wer kann so etwas tun», fragt Schulleiter Leuenberger. «Und vor allem: Wie kann man den Kindern etwas so Schlimmes antun?» Tagelang hätten die Primarschüler unter der Leitung von Silja Coutsicos mit viel Liebe und Geduld an den Kunstwerken gearbeitet und sie schliesslich an einer Vernissage voller Stolz ihren Eltern präsentiert. «Und jetzt wurde das alles aus lauter Blödsinn heraus mutwillig zerstört. Das ist eine absolute Schweinerei und macht mich sprachlos.»

Für Leuenberger ist klar: «Wer das verbrochen hat, muss zur Rechenschaft gezogen werden.» Deshalb will er heute Montag auch bei der Polizei Anzeige gegen unbekannt erstatten. Ausserdem hofft Leuenberger, dass sich durch das Bekanntwerden des Vandalenaktes Personen melden, die Beobachtungen gemacht haben. Er vermutet, dass die Kunstwerke von Besuchern des Jahrmarktes zerstört worden sein könnten. «Wir werden ausserdem eine Belohnung aussetzen», so Leuenberger weiter.

Und wie erklärt er all den Schülerinnen und Schülern, was am Wochenende auf dem Schulhausplatz passiert ist? «Wir werden die Lehrpersonen bitten, die Angelegenheit mit den Kindern zu besprechen und Fragen aufzufangen», so Leuenberger. Das sei von grösster Wichtigkeit. «Ein solcher Vorfall ist traumatisch für Kinder.»