Kirchleerau/Moosleerau
Das Fest der Superlative startet in zehn Wochen

Über 4000 Sportler werden am Regionalturnfest teilnehmen. Erwartet werden vier Mal so viele Menschen, wie normalerweise in den beiden Dörfern wohnen.

Christine WUllschleger
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Das Sub-OK fasst die Helfer-T-Shirts.

Das Sub-OK fasst die Helfer-T-Shirts.

Raphael Nadler

Der Turnfestrasen beim Schulhaus Kirchleerau wächst und wächst. Er ist der ganze Stolz des Organisationskomitees des Regionalturnfestes Leerau. Der Rasen ist wahrscheinlich auch der best gemähte Rasen im ganzen Suhrental: Er wird mit einem Roboter gemäht, der insgesamt fünf Monate, 24 Stunden am Tag, in Betrieb ist. «Der Rasen soll allen in bester Erinnerung bleiben», sagt Kurt Hunziker, der Vizepräsident, an einer Medienorientierung.

In zehn Wochen wird das Regionalturnfest über die Bühne gehen. Für die beiden Trägervereine, die eigenständigen Turnvereine Kirchleerau und Moosleerau, wird es zu einem Fest der Superlative. Ein Fest, wie es die beiden Leerau wahrscheinlich noch nie erlebt haben. Denn was zu Beginn als Kreisturnfest geplant war, weitete sich zum Regionalturnfest aus. In Zahlen heisst das: Es werden rund 4300 Turner am Wochenende im Einsatz stehen, rund 1600 davon werden vor Ort übernachten, 51 Disziplinen werden angeboten und rund 1500 Sportler werden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Die Organisatoren gehen davon aus, dass am Wochenende vom 17. bis 19. Juni rund vier Mal so viele Menschen in Kirchleerau und Moosleerau sein werden, wie normalerweise in den beiden Gemeinden wohnen.

Angemeldet an das Regionalturnfest haben sich vier Aargauer Kreisturnverbände sowie Vereine aus 14 anderen Kantonen. «Wir mussten deshalb den Zeltplatz vergrössern», sagte Kurt Hunziker, «und auch bei den Übernachtungen in der Turnhalle kamen wir an die Kapazitätsgrenzen.» Das OK fand aber eine weitere alternative Übernachtungsmöglichkeit: So wird auch die Moosleerber Firma Hans Hunziker AG am besagten Wochenende zum Massenschlag umgewandelt, ein Holzboden wird verlegt und der Zivilschutz bringt Betten.

Normalerweise verkehren die Busse nach Kirchleerau am Wochenende im Stundentakt. «Wir werden einen zusätzlichen Bus im Einsatz haben, der viertelstündlich ab Schöftland fährt», sagt der OK-Präsident Francisco Baños.

Die Mitglieder der beiden Turnvereine haben an ihren Arbeitsstellen jeweils zwei Wochen Ferien eingegeben, um beim Aufbau zu helfen. «Das ist ein sehr grosses Engagement, das jeder leistet», sagt Francisco Baños.

Damit das Fest der Superlative in Leerau auch reibungslos durchgeführt werden kann, werden immer noch freiwillige Helfer gesucht. Das OK geht davon aus, dass am ganzen Wochenende rund 500 bis 600 Helfer in Einsatz stehen werden. Sie bekommen ein kleines Entgelt für ihren Einsatz, aber «vor allem bieten wir viele Emotionen, die es während des Festes zu erleben gibt.» Denn das Ziel ist klar: In Leerau soll ein Spirit entstehen, der die beiden Dörfer Kirchleerau und Moosleerau noch stärker zu Leerau verschmelzt und nachhaltige Spuren hinterlässt.

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