Susanne Schneider (64) hatte Mitte Februar ihren letzten Arbeitstag. Ihr halbes Leben war sie für die Gemeindeverwaltung Reinach tätig. 1986 begann sie als Sekretärin, zwei Jahre später wurde sie zur Gemeindeschreiberin Stv. befördert.

Ihre Berufslehre hat Schneider auf der Bank Menziken gemacht. Danach ging sie nach London, um zu studieren. Anschliessend folgten 13 Jahre auf einer Grossbank in Basel. «Dann wollte ich wieder zurück ins Wynental», sagt die Neo-Rentnerin. Ihr hätten ihre Freunde und die Familie gefehlt.

Als Bankkauffrau hat sie sich für die Stelle als Sekretärin auf der Gemeindeverwaltung Reinach beworben. «Mich reizte der persönliche Kontakt mit der Bevölkerung», so Schneider. Bald folgten Weiterbildungen als Gemeindeschreiberin.

Ambitionen, selbst als Gemeindeschreiberin in Reinach oder einer anderen Gemeinde tätig zu werden, hatte sie nie. Als stellvertretende Gemeindeschreiberin habe man mehr Freiraum.

«Die Arbeit hat mir immer so super gefallen, da sah ich keinen Grund, die Stelle zu wechseln.» Es könne nur schlechter werden, war sie überzeugt. «Bereut habe ich diesen Entscheid nie».

Susanne Schneider hat immer Vollzeit gearbeitet. Sie könne sich zwar noch nicht ganz vorstellen, nicht mehr berufstätig zu sein. Langweilig werde es ihr aber bestimmt nicht. Susanne Schneider ist seit 17 Jahren Gemeinderätin in Burg, betreut ihre 93-jährige Mutter und hat einige Hobbies, die sie auf Trab halten werden. (mei)