Frisches Gemüse, ein saftiges Stück Fleisch, eine Forelle vielleicht, selbstverständlich alles in Bioqualität. Dazu eine Flasche Wein, Reinigungsmittel für den Wohnungsputz, ein thailändisches Mittagessen und zum Dessert ein feines Schokoladehäschen mit einem Hauch Lavendel. Dies alles kann man nun wieder im Schlosshof einkaufen. Der Monatsmarkt, der früher ein Wochenmarkt war, ist am Samstag in sein zehntes Jahr gestartet.

Die Kunden freuten sich, dass sie nach der Winterpause wieder über den Markt schlendern und ihren Einkauf mit einem Schwatz mit den Standbetreibern oder Bekannten aus dem Dorf verbinden konnten. «Hier hat es alles, was man braucht», erklärte das Ehepaar Schaffner aus Schöftland zufrieden.

Gemüse neben den Forellen

Vor zwei Jahren stand der Markt auf der Kippe. Bis zu diesem Zeitpunkt fand er jeden Samstag statt. Als der Mattenhof als Gemüselieferant aus Zeitgründen abspringen wollte und kein Ersatz gefunden werden konnte, war die Weiterführung des Marktes ernsthaft gefährdet. So entschied man sich, den Anlass nur noch einmal im Monat, jeden zweiten Samstag nämlich, durchzuführen. Das Gemüse wird zwar noch vom Mattenhof geliefert, den Verkauf betreut jedoch Susanne Flückiger, neben ihren Bio-Forellen.

Mit dem Monatsrhythmus von März bis Dezember sei die Austragung des Marktes zurzeit gesichert, bestätigte Susanne Flückiger, die für die Organisation des Anlasses verantwortlich ist. «Für die eher kleine Anzahl von Ständen haben wir ein riesiges Angebot, wir achten auch darauf, dass es immer Brot, Gemüse, Fisch und Fleisch hat. Fällt ein Marktfahrer einmal aus, dann erweitert ein anderer sein Angebot, damit die Leute alles finden, was sie brauchen.»

Sowohl Kunden als auch einige Standbetreiber bedauern, dass der Markt nur noch einmal im Monat stattfindet. «Die Leute waren früher besser daran gewöhnt, hierher zu kommen. Nun fahren sie eher wieder zum Grossverteiler», erklärte Christina Brack, die seit der Gründung des Marktes fair gehandelte Claro-Produkte verkauft. Auch Elisabeth Kohler würde gerne jede Woche im Schlosshof einkaufen, aber: «Ich verstehe, dass es sehr aufwändig ist für die Anbieter.» Susan Schaffner, die am Samstag den Bio-Forellenstand von Susanne Flückiger betreute, meinte hingegen: «Wir Anbieter sind ja alle in der Nähe und die meisten haben einen Hofladen. Die Kunden kaufen dazwischen direkt bei uns ein.»

Chräbeli für die Weihnachtszeit

Zwar ist die Marktverantwortliche Susanne Flückiger zufrieden mit der Vielfalt des Angebots, trotzdem ist sie immer auf der Suche nach Standbetreibern, welche die Produktepalette ergänzen. Einer ihrer Wünsche steht kurz vor der Erfüllung «Ab April kommt sehr wahrscheinlich jemand, der Blumendekorationen verkauft», erklärte sie erfreut. «Und ab Oktober gibt es wieder Chräbeli.»