The Voice of Germany
Cris scheidet bei «The Voice» aus, doch der Traum geht weiter

Der Traum vom Titel «The Voice of Germany» ist für Cris Rellah aus Reinach ausgeträumt. Trübsal bläst er deswegen aber nicht, im Gegenteil. Jetzt geht es erst richtig los.

Katja Schlegel
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Cris scheidet bei «The Voice of Germany» aus
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Cris scheidet bei «The Voice of Germany» aus

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Da ist sie wieder, diese unverkennbare Reibeisenstimme. Cris Rellah singt, dass es einem die Haare auf den Armen aufstellt, Auge in Auge mit seiner Konkurrentin Marion, nur eine Mikrofonlänge Abstand zwischen ihnen.

Das ist ein Kampf, der Bessere kommt weiter. «Burn it down» von Linkin Park singen sie und das Publikum brennt. Am Schluss hat Coach Smudo von den Fantastischen 4 sogar Tränen in den Augen.

Stefanie Kloss sagt, sie würde sich nur schwer zwischen den beiden entscheiden können, und Samu Haber meint zu Cris: «Herr Schweiz, ich bin ein Fan von dir von Anfang an.»

Und dann kommt der Moment, auf den keiner gewartet hat: Die Coaches Smudo und Michi Beck entscheiden sich für Cris’ Konkurrentin Marion Campell.

Hatten sich bei den Blind Auditions noch sämtliche Coaches umgedreht, schicken sie jetzt die «Stimme zum Steine zersägen», wie Smudo ihn nannte, nach Hause. Es hat nicht sollen sein, der Traum vom Titel von «The Voice of Germany» ist für den Wynentaler ausgeträumt.

«Eine echt harte Konkurrentin»

«Marion war eine echt harte Konkurrentin, sie bringt eine riesige Erfahrung und eine gewaltige Stimme mit», sagt Cris. Aber er habe den Auftritt mit ihr gerade deshalb wahnsinnig genossen.

Obwohl: «Ich habe gedacht, beim Auftritt ohne umgedrehte Stuhllehnen wäre es halb so schlimm mit der Aufregung. Aber Fehlanzeige, meine Knie haben geschlottert wie beim ersten Mal», sagt Cris und lacht.

Es ist nicht zu überhören, Cris Rellah ist nach seinem Aus nicht etwa am Boden zerstört, sondern voller Tatendrang. «Natürlich war ich im ersten Moment etwas enttäuscht und traurig darüber, dass diese wunderbare Zeit nun ein Ende hat. Aber ich habe mich auch sehr für Marion gefreut», sagt er. Für ihn sei alles, was über die Teilnahme an den Blind Auditions hinausging, schon eine Zugabe gewesen, mit der er niemals gerechnet hätte. «Es war eine wunderbare, lehrreiche und unvergessliche Zeit», schwärmt er.

Grosse Pläne

Doch hinter der Euphorie steckt noch mehr: Dank seines ersten Auftritts bei den Blind Auditions ist Cris jetzt in Gesprächen und Planungen mit Produzenten wie Event- und Managementfirmen.

«Da haben sich grandiose Möglichkeiten aufgetan», sagt Cris. «Damit ist das eingetroffen, was ich mir von der Teilnahme bei ‹The Voice› erhofft habe. Und ich habe mein Ziel mehr als erreicht.»

Was genau in den nächsten Monaten passieren wird, ist noch geheim. «Es könnte nicht besser laufen», sagt er nur und verspricht: «Man wird weiter von mir hören.»

Wer weiss, vielleicht trifft ja dereinst ein, was sich Cris heute noch in seinen kühnsten Träumen ausmalt: ein Auftritt im Hallenstadion – «auch wenn es nur für eineinhalb Minuten ist.»

The Voice of Germany: jeden Donnerstag und Freitag um 20.15 Uhr auf Pro Sieben

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