Teufenthal

Coupes kehren in die «Trostburg» zurück: Neue Wirtin will eigene Glacés

Carmen und Denysa Wirnsberger sind Mutter und Tochter und führen neu das Wirtshaus zur Trostburg.

Carmen und Denysa Wirnsberger sind Mutter und Tochter und führen neu das Wirtshaus zur Trostburg.

Als Denysa Wirnsberger ihr erstes Bier ausschenkte, war sie acht Jahre alt. Der Gasthof im österreichischen Kärnten, wo ihre Mutter Carmen arbeitete, war ihre zweite Heimat. DasMädchen konnte nicht abwarten, in ihre Fussstapfen zu treten. Als Teenagerin suchte sie sich ihren Nebenjob in der Gastronomie. «Etwas anderes wollte ich nie», sagt sie.
Sie sitzt in der Gaststube vom Wirtshaus Trostburg in Teufenthal – ihrem ersten eigenem Restaurant. Und das mit gerade einmal 20 Jahren.

Trotz ihrer Jugend hat Denysa Wirnsberger schon zwölf Jahre Erfahrung in der Branche. Mehr, als manch Restaurantbetreiber. Und alleine ist sie auch nicht nach Teufenthal gekommen. Mutter Carmen Wirnsberger (40) wirkt hinter den Kulissen. Der Grund für den Umzug ins Wynental: Denysa Wirnsberger möchte in der Schweiz studieren. «Etwas in Richtung Unternehmensführung», sagt sie. Wo und was genau, darauf hat sie sich noch nicht festgelegt.

Liebe auf den ersten  Wirten-Blick

Das Studium wird aber frühestens nächstes Jahr ein Thema. Erst heisst es, die «Trostburg» anzukurbeln. Mutter und Tochter haben sich viele Restaurants in der Schweiz angeschaut. Als sie ins Teufenthaler Wirtshaus getreten sei, habe sie gefunden, wonach sie gesucht habe, sagt die junge Restaurantmanagerin. Auch das Dorf gefiel ihr, «wegen der Ruhe». Seit dem 15. November sind die beiden «Trostburg»-Wirtinnen. Sie sind die Nachfolgerinnen von Wirt Lui Soares. An der Einrichtung wollen sie nichts ändern. Diese sei mit ein Grund gewesen, weshalb sie sich für dieses Restaurant entschieden hätten, sagt Denysa Wirnsberger.
Ihr Koch Manuel Bentivoglio darf schon mal seine italienischen Wurzeln in den Menus durchblicken lassen. Vor allem ab nächsten Frühling sind diese sehr gefragt: Im April feiern die Glace-Coupes ein Comeback, für die das frühere Café Trostburg berühmt war. Bis dann soll auch die Glacémaschine geliefert werden. Dominieren wird bei Wirnsbergers aber die österreichische Küche: Schweinsbraten mit Schupfnudeln oder Wiener Schnitzel. Auch die gutbürgerliche Schweizer Küche findet sich auf der Speisekarte.

Die Burg-Herrschaften sind schon eingekehrt

Den Teufenthalern scheint das Essen zu schmecken. Wie die Wirtinnen sagen, kehren sie bereits bei ihnen ein. Auch die Burgbesitzer Rita und Ernst Brunner kamen schon von der Trostburg herunter, um bei den Österreicherinnen zu speisen. «Die Leute vom Dorf haben uns sehr gut aufgenommen», freut sich Carmen Wirnsberger.

Koch Bentivoglio kommt aus der Küche. Er will sich zum Schoggimousse erkundigen, dass mit dem Mittagsmenü serviert wird. Einmal pro Woche gibt es zum Menü in der «Trostburg» ein Dessert. Schleckermäuler sollten sich also den Donnerstag in ihrer Agenda vormerken. 

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