Der Aufstieg in den zweiten Stock der Alten Mühle in Staffelbach lohnt sich. Hier hat sich Sonja Schibli eingemietet. Das massive Holzgebälk des Daches ist sichtbar, den Holzboden hat Sonja Schibli in mühsamer Arbeit abgeschliffen, die Wände hat sie neu gestrichen. Teilweise sind die Leimspritzer der Matratzenverarbeitung aus der Zeit, als die Superba hier noch Matratzen produzierte, sichtbar.

Hier befindet sich auch ein altes Tor, das ins Leere führt. Im Tor stand in den 1970er-Jahren ein Kran. Er diente damals der Matratzenproduktion. Den Kran gibt es längst nicht mehr. Doch das Tor existiert noch. Braucht Sonja Schibli mal einen Moment Ruhe, öffnet sie das grosse Tor und geniesst den schier endlosen Ausblick ins Suhrental, auf die leise plätschernde Suhre und die saftigen grünen Wiesen. «Wenn es föhnig ist, kann ich von hier aus sogar die Schneeberge sehen», sagt sie.

Seit zehn Jahren in der Mühle

Sonja Schibli ist seit zehn Jahren als Mieterin mit ihrer Tanzschule «Jumping Boots» in der alten Mühle. Sie kennt das alte Gemäuer. Fast jeden Abend ist sie hier und gibt Tanzunterricht, Country Line Dance. Das sei eine ideale Möglichkeit, seinen Körper in Schwung zu halten und auch mental fit zu bleiben. In den Tanzstunden von Sonja Schibli werden jeweils feste Choreografien zu Country-, Latin- oder Popmusik eingeübt.

An der Wand der Alten Mühle reiht sich Auszeichnung an Auszeichnung. Mit ihrem Partner nahm Sonja Schibli regelmässig an Tanzturnieren im In- und Ausland teil. Sie gewannen Schweizer- und Europameisterschaften. Das Highlight sei die erfolgreiche Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Nashville USA gewesen, wo das Tanzpaar als einziges aus Europa am Start war.

Das Country Western Dance und das Line Dance hat Sonja Schibli in Amerika kennen gelernt. «Das ist quasi meine zweite Heimat», sagt sie. Sonja Schibli brachte diesen Tanzstil und die Country-Musik mit ins Suhrental und wurde damit Teil der alten Staffelbacher Mühle.