Die 31-jährige Claudia Steinemann ist seit 1. August 2018 Vikarin an der reformierten Kirche Kölliken. Am Sonntag wurde sie nach dem Gottesdienst einstimmig zur Nachfolgerin des nach Zofingen abgewanderten Pfarrers Rudolf Gebhard gewählt.

Claudia Steinemann ist künftig mit einem 70-Prozent-Pensum Pfarrerin. Ihre Wahl wurde mit einem Apéro beim Kirchgemeindehaus Arche gefeiert.

Von der Informatik ins Pfarramt

Ursprünglich schlug Claudia Steinemann einen anderen Weg ein. Sie absolvierte eine 3-jährige Lehre als Informatikerin. Auf dem zweiten Bildungsweg machte sie den Master in Theologie. Inzwischen hat sie das Vertrauen der Menschen in der Gemeinde gewonnen.

Sie kennt die Kirchgemeinde Kölliken und ihre Mitglieder recht gut. Einen Schwerpunkt will sie in der Kinder- und Jugendarbeit setzen. Im Frühling hat sie eine Konfirmandengruppe mit acht Jugendlichen zur Konfirmation geführt.

Claudia Steinemann zeichnet sich durch Willensstärke, ein ansehnliches Allgemeinwissen und Spontanität aus. Sie vertraut auf Gott. Mit Gotteshilfe, der effektiven Vorbereitung durch das Vikariat und der Unterstützung der Kirchgemeinde fühlt sie sich den anstehenden Aufgaben gewachsen. Ihre Euphorie, Christin zu sein, kommt im Römerbrief, Kapitel 12, Vers 11 zum Ausdruck: «In der Hingabe zögern wir nicht, im Geist brennen wir, dem Herrn dienen wir.»

Ein Herz für Familienromane

Aber auch weltliche Literatur verschmäht die junge Pfarrerin nicht. «Harry Potter» und die Thomas-Mann-Novelle «Buddenbrooks» haben es ihr besonders angetan. Eine Schwäche zeigt sie für Familienromane. Sie spielt Klavier, Geige und Bratsche und übernimmt auch schon mal die Chorleitung. Um sich physisch fit zu halten, betreibt sie Krafttraining.