Geräumige, helle Hallen und moderne Arbeitsplätze, dies ein erster Eindruck beim Besuch der Büromöbelproduktion der Firma Haworth in Menziken. Die in der Fabrikation beschäftigten Mitarbeitenden tragen alle das rote Firmen-T-Shirt und setzen damit Farbakzente zwischen den grossen Maschinen, Holzplatten-Stapeln und halb fertigen Möbeln. Haworth ist einer der weltweit grössten Büromöbelhersteller. Das Familienunternehmen hat seinen Sitz in der Stadt Holland (Michigan/USA) und beschäftigt mehr als 6000 Mitarbeiter auf der ganzen Welt.

Konkurrenzfähiger werden

In Menziken hat die Haworth Gruppe im Jahre 2001 die ELAN Florian Weber übernommen und stetig weiter entwickelt. Um den heutigen Standard bei der Auftragsabwicklung unter den aktuellen Zeit- und Preisbedingungen beizubehalten, hat die Haworth über zwei Millionen Franken in den Standort Menziken investiert. Das Unternehmen wird laut Mark Helfenstein, Geschäftsführer von Haworth Schweiz AG, durch die Investition in neue Maschinen effizienter arbeiten können. Damit werde auch die Konkurrenzfähigkeit grösser (siehe Interview nebenan). «Die Investitionen sind auch ein klares Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz, und dies trotz der Euro-Debatte», sagt er.

Immer komplexere Anforderungen

Mark Helfenstein erklärt, dass die Anforderungen für die Produktion in Menziken immer komplexer und umfangreicher würden. «Unsere Kunden verlangen eine hohe Qualität, häufig massgeschneiderte Lösungen und kurze Lieferzeiten», sagt Mark Helfenstein.

Die Mitarbeiter der Haworth produzieren in Menziken auftragsbezogen und nicht fürs Lager. Schlanke Produktion von A bis Z bedeutet hier, dass ein Auftrag innert acht Tagen die Produktionsstätte verlässt. Die Arbeitsabläufe sind genau definiert: Am Anfang werden die Holzplatten zugeschnitten, Bohrungen und Nuten werden eingefräst, Löcher gebohrt. Mit modernster Lasertechnologie werden die Kanten fugenlos aufgeleimt und anschliessend werden die Einzelteile zu Schränken, Schreibtischen und Korpussen zusammengefügt und verleimt. Und am Schluss gelangen die fertigen Möbelstücke via Endkontrolle in die Spedition, wo die Produkte verpackt und auf die Lieferwagen verladen werden.