Der Einbau der neuen Brücke über die Suhre ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem sicheren Schulweg für die Kinder im oberen Suhrental. Seit gestern überspannt eine 18,6 Meter lange Brücke die Suhre zwischen Moosleerau und Attelwil. Die elegante Konstruktion wiegt 18,7 Tonnen und ist 3,4 Meter breit. Die Träger der Brücke sind aus Holz, die Fahrbahn und das Geländer aus Stahl. Ingenieur Rolf Buchser sagt: «Wir haben nicht nur eine elegante Lösung gewählt, sondern auch eine wirtschaftliche. Die neue Brücke kostet rund 150 000 Franken.

Die Firma Brunner Holzbau GmbH in Schöftland hat die Brücke auf dem eigenen Firmengelände gebaut und fertig montiert. So wurde es möglich, das Bauwerk gestern Freitag innert einer halben Stunde zu versetzen.

Ein Schwertransporter bringt die Brücke von Schöftland zum Einbauort an der Suhre. Hier steht Marcel Flury schon bereit mit seinem 220- Tonnen-Autokran. Die Brücke liegt auf einem Joch, an dem die Arbeiter mit vier Haken die Traggurten des Krans anhängen. Behutsam zieht Flury die schwere Last in die Höhe, schwenkt den Kran und senkt die Brücke sorgfältig gegen die betonierten Widerlager hinab. Kein Schaukeln, kein Rucken; da sitzt ein erfahrener Profi an den Steuerhebeln des Krans.

Armin Brunner leitet den Einbau und lässt die zahlreichen Zuschauer staunen über die angewandte Präzision. Bevor der Kranführer das 18-Tonnen-Teil endgültig absetzen kann, wird die Fahrbahn eingemittet. Mit dem Meter in der Hand gibt Brunner Anweisungen: «links und rechts 4,5 Zentimeter Luft» und dann «absenken». Alles passt. Die Brücke wird auf der Westseite auf die Widerlager festgeschraubt. Auf der Ostseite liegt sie auf Gleitlagern. Kreisingenieur Heinz Vöckt hofft, bis Ende Jahr den Radweg fertig zu bauen.