Reinach
Biss für Biss greift der Bagger mit der grossen Zange zu

Die zwei Altliegenschaften der Gemeinde Reinach am Lindenplatz verschwinden aus dem Dorfbild. Der Abbruch steht im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Lindenplatzes und dem Einbau eines Kreisels.

Peter Siegrist
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Peter Kurmann, Maschinist von der Firma Haller, steuert den Bagger
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Zwei Altliegenschaften verschwinden aus dem Dorfbild
Das Dach wird zuerst abgedeckt.
Die Ziegel werden vor dem Abbruch entfernt.
Peter Kurmann von der Firma Haller steuert den Bagger.

Peter Kurmann, Maschinist von der Firma Haller, steuert den Bagger

Peter Siegrist

Der Lindenplatz im Reinacher Dorfkern erhält bald ein neues Gesicht. Die beiden Altliegenschaften zwischen Gemeindehaus und Hotel Schneggen werden in diesen Tagen abgebrochen.

Maschinist Peter Kurmann von der Firma Haller sitzt im grossen Bagger und hält die Steuerknüppel fest in der Hand. Langsam und sicher fährt er den Baggerarm aus und ergreift mit grossen Zange ein Stück Dachrinne, Holzbalken oder Mauern. Vorbei sind die Zeiten, wo ein Haus mitten im Dorf mit einer Abbruchbirne zertrümmert wird.

«Wir sortieren heute auf dem Abbruchplatz nach Werkstoff», sagt Peter Kurmann. Beton, und Backsteintrümmer werden getrennt aufgetürmt. Holzwände und Decken werden herausgerissen und Kurmann versenkt alles Brennbare sogleich in einen grossen Container.

Auf diese Art werden die verschiedenen Materialien ab Platz direkt in eine Deponie, zur Verbrennung oder zum Recyceln weggeführt. Und die Baustelle ist jederzeit sauber aufgeräumt.

Die Anbauten sind bereits entfernt. Sobald die Dachziegel entfernt und weggeführt sind, beginnt Kurmann mit dem Abbruch des Hauptgebäudes.

«Man muss den Bau genau studieren», sagt er, «bevor man mit der Baggerzange zupacken darf. Das Gebäude soll ja nicht unkontrolliert einstürzen. Und viel Platz bleibt nicht gegen Süden zum Restaurant hin. Kurmann ist ein ruhiger Mensch und daher am richtigen Platz im Bagger.

«Das ist keine Arbeit für nervöse Typen», sagt er und packt dann mit dem Bagger zu.

«Bis Ende Mai sind die beiden Häuser verschwunden», erklärt Philipp Rüber, Leiter von Bau und Planung.

Nachher ist der Platz frei für den Ausbau des Lindenplatzes mit einem Kreisel. Gegenwärtig laufen noch Einwendungsverhandlungen beim Kanton.

Rüber rechnet mit der Baubewilligung und Ausschreibung in diesem Jahr. Bis Mitte 2015 sollte der Baustart für den Kreisel erfolgen.