Region Zofingen
Bis in dreissig Jahren wohnen hier über 20 000 Personen mehr

Der Präsident des Regionalplanungsverbandes «zofingenregio» äussert sich zum prognostizierten Bevölkerungswachstum. Er möchte eine weitere Zersiedlung verhindern.

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Die Bevölkerung in der Region Zofingen wächst stetig.

Die Bevölkerung in der Region Zofingen wächst stetig.

Keystone

Aufgrund des am 3. März vom Aargauer Volk verabschiedeten Raumplanungsgesetzes muss das Siedlungsgebiet für die nächsten 25 Jahre im Rahmen einer Gesamtvorstellung über den gesamten Kanton festgelegt werden. Auch Flächen, die bei Bedarf umgezont werden können, müssen ausgewiesen werden.

Der Zofinger Stadtammann und Präsident des Regionalplanungsverbandes «zofingenregio», Hans-Ruedi Hottiger, sagt, warum die frühe Planung wichtig ist: «Konkret soll die Region Zofingen bis ins Jahr 2040 um über 20 000 auf 80 000 Personen wachsen. Sehr wichtig ist, dass wir ein verträgliches Wachstum und ein Wachstum am richtigen Ort anstreben.» Man wolle in erster Linie das Verdichtungspotenzial der Region nutzen, und erst dann eine Ausdehnung der Siedlungsfläche anstreben. «Die Zersiedelung muss gestoppt werden, schliesslich können wir unsere Bodenfläche nicht vermehren.»

Das Volk kann mitreden

In einer ersten Phase hat der Kanton (Baudepartement) einen Grobentwurf für die konkrete Festsetzung des Siedlungsgebiets erarbeitet. Aufgrund dieses Entwurfs sollen nun die regionalen Planungsverbände und damit die Gemeinden ihre Vorstellungen über die räumliche Entwicklung einbringen. In einer zweiten Phase wird dann der bereinigte Entwurf der Richtplananpassung öffentlich für eine breite Vernehmlassung im Frühling 2014 aufgelegt. (KBZ)

Mit dem von Bund und Kanton prognostizierten Bevölkerungswachstum werde auch der Verkehr weiter zunehmen und die Abstimmung von Siedlungs- und Verkehrsentwicklung werde zusehends wichtiger. Das Wachstum soll deshalb an bereits gut erschlossenen Standorten erfolgen. «Für unsere Region heisst das vorwiegend auf der Entwicklungsachse Reiden–Zofingen–Oftringen–Aarburg–Rothrist», so Hottiger.

Bis Ende Jahr muss jeder Regionalplanungsverband eine Stellungnahme an den Kanton abgeben (siehe Box). Dazu brauche es einen regionalen Konsens. Der Regionalverband «zofigenregio» werde deshalb eine gemeinsame Stellungnahme ausarbeiten und diese mit den Gemeinden ausdiskutieren.

Hans-Ruedi Hottiger findet es in Anbetracht des bevorstehenden Bevölkerungswachstums wichtig, frühzeitig Massnahmen zu ergreifen. In den letzten 30 Jahren hätten sich Prognosen für den Kanton als zu defensiv erwiesen. «Man tut also gut daran, die aktuellen Prognosen ernst zu nehmen.» (KBZ)

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