Holziken
Bildungsdirektor Alex Hürzeler besucht die familiäre Holziker Schule

Die Schule erhielt heute Dienstag Besuch vom Regierungsrat: Bildungsdirektor Alex Hürzeler und Christian Aeberli, Leiter Volksschule, liessen sich den Schulalltag zeigen.

Christine Fürst
Merken
Drucken
Teilen
Alex Hürzeler hilft den Schülern und schaut sie ihre Aufgaben an
11 Bilder
In der "Küche" des kooperativen Kindergartens
Dieser Junge will ein Lock in einen Speckstein bohren
Christian Aeberli unterhält sich mit zwei Kindergarten-Kinder
Im Turnunterricht des Regelkindergartens
Im Mathematik-Unterricht: Schulleiter Richard Suter (l.) und Christian Aeberli
Alex Hürzeler hilft den Schülern und schaut sie ihre Aufgaben an
Alex Hürzeler, Aargauer Bildungsdirektor, besucht die Schule Holziken
Alex Hürzeler hilft den Schülern und schaut sie ihre Aufgaben an
Im Englisch-Unterricht der 5. Klasse
Zu Besuch bei den Viertklässlern

Alex Hürzeler hilft den Schülern und schaut sie ihre Aufgaben an

Christine Fürst

«In der Turnhalle ist der Samichlaus», sagte ein Schüler und schaute zur Hallentür. Alle suchten sofort den Chlaus. Bald war klar, der 1. April-Scherz war ein voller Erfolg. Der Schüler kicherte und zog von dannen. Kein Scherz war hingegen der Besuch des Aargauer Bildungsdirektors an der Schule in Holziken.

Pro Jahr besucht Alex Hürzeler zusammen mit Christian Aeberli, Leiter der Abteilung Volksschule, vier bis fünf Schulen im Aargau, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Dass nun gerade Holziken an der Reihe war, freute Schulleiter Richard Suter besonders. Die Schule sei mit rund 90 Kindern eher klein. «Aber wir sind eine familiäre Schule, hier ziehen alle am selben Strick, das ist charakteristisch für das Dorf.» Hürzeler ergänzte, auf seinem Pult sei noch nie etwas von der Schule Holziken gelegen, das sei ein gutes Zeichen.

Schon alles geregelt

Im laufenden Schuljahr werden in Holziken neben dem Regelkindergarten und dem kooperativen Kindergarten drei Klassen unterrichtet. Eine erste Klasse, eine Klasse gemischt mit Zweit- und Drittklässlern und eine gemischt mit Viert- und Fünftklässlern. Hürzeler wollte wissen, wie sich das neue Schulsystem 6/3 auf die Personalplanung auswirken wird. «Bereits ist alles geregelt», sagte Schulleiter Suter. Einzig fürs Französisch, das neu in der 6. Klasse unterrichtet wird, gebe es noch keine Lösung. Im nächsten Schuljahr wird eine vierte Abteilung, eine sechste Klasse dazukommen. Auf dem Rundgang liessen sich Hürzeler und Aeberli zeigen, wie Schüler verschiedener Stufen in einer Klasse unterrichtet werden.

In der 4./5. Klasse von Andrea Wettstein wurden sie Zeugen, wie sich die Klasse beim Pausengong trennte. Die Fünftklässler gingen ins Englisch zu Barbara Bader, wo ein Hörverstehen auf sie wartete. Die Viertklässler blieben im Zimmer und wendeten sich nun der Mathematik zu. Hürzeler und Aeberli redeten mit den Schülern, informierten sich, was sie zu tun haben. Bei der 2./3. Klasse von Corinne Lieb stand gerade die Achterreihe an. Und die Erstklässler befassten sich mit dem Thema Auge und Blindheit.

An einer Wand im Schulhaus Dorf blieben die Hürzeler und Aeberli stehen. Unter dem Titel «Talentstern» finden sich grosse und kleine Sterne. Auf den grossen Sternen steht eine Fähigkeit eines Kindes. Beispielsweise kann Melanie Comics zeichnen oder Lionel ist gut im Handball. Auf den kleinen Sternen stehen die Namen derjenigen Kinder, die dies lernen möchten. «Dies ist ein Element des kooperativen Lernens, die Kinder machen ihre Fähigkeiten den anderen zugänglich», sagte Suter.

Kooperativ arbeitet auch der Kindergarten, und zwar seit 2004 zusammen mit dem heilpädagogischen Kindergarten der Stiftung Schürmatt. Die Kinder absolvierten eine Werkstatt mit verschiedenen Posten. Regierungsrat Alex Hürzeler setzte sich zu ihnen, half ihnen bei den verschiedenen Posten. «Der kooperative Kindergarten ist gut umsetzbar», sagte er. Und das Beispiel zeige, wie vielfältig die Schule Aargau sein könne.