Die Unterkulmer Schulpflege begrüsst den Vorstoss der SVP-Grossrätin Karin Bertschi-Ladenbauer. Die 27-Jährige fordert in ihrem ersten Postulat rasche Verbesserungen bei der heiklen Böhlerkreuzung mitten im Dorf. Dies nach einem persönlichen Schockerlebnis, bei dem sie einen Fast-Unfall mit einem Kind aus nächster Nähe beobachtet hatte. Die Recyling-Unternehmerin möchte, dass der Regierungsrat ein Sicherheitskonzept für Schulkinder und alle übrigen Verkehrsteilnehmer rund den Knoten Böhler ausarbeiten lässt.

Damit rennt die junge Politikerin bei den Schulbehörden offene Türen ein, wie Schulpflegepräsident Christoph Balli (parteilos) auf Anfrage bestätigt. «Das Thema Schulwegsicherheit ist bei uns immer präsent», sagt er. «Viele Schüler müssen die gefährliche Hauptstrasse überqueren.» Die Schule empfehle zwei offizielle Schulweg-Übergänge – einen nördlich und einen südlich des Böhlerknotens: Der Zebrastreifen beim Coop, der mit einer Lichtsignalanlage gesichert ist, und derjenige bei der Apotheke, bei dem den Kindern in Stosszeiten Lotsen über die Strasse helfen. «Aber der Alltag zeigt, dass die Vorgaben der Schule nicht immer befolgt werden.» Darum findet Christoph Balli: «Wenn man die Verkehrssicherheit erhöhen kann, sollte man etwas unternehmen.»

Seit Jahren ist ein kantonales Projekt zur Sanierung des Böhlerknotens (mit Kreisel und Eigentrassierung der WSB) in der Pipeline. Gemäss Informationen vom Baudepartement wird der Grosse Rat voraussichtlich im kommenden Jahr über die Finanzierung des 22-Millionen-Projekts befinden. Baustart ist nicht vor 2022. (rap)