Das Publikum auf der Schmiedrueder Nütziweid johlt, zwischen den Zuschauern rennen Kinder mit Gehörschutz-Kopfhörern umher und in der Festwirtschaft brutzeln die Pommes frites. Doch hier wird nicht einfach ein weiteres Sommer-Open-Air-Festival veranstaltet: Die Musik kommt beim «Motocross-Raserenne» nicht aus Lautsprechern, sondern aus heissen Maschinen.

Nachdem letztes Jahr das Brummen der Töffmotoren auf der Nütziweid wegen Trockenheit ausblieb (zur Pistenpräparation wären 40 000 Liter Wasser nötig gewesen), strömten die letzten drei Tage Fahrer und Zuschauer wieder in den hintersten Zipfel des Ruedertals.

Rasenrennen geniesst einen exzellenten Ruf

«Diejenigen Moto-Fans, die mit dem Wohnwagen anreisen, kommen jeweils auf die frühst mögliche Zeit am Freitagnachmittag. So können Sie sich einen Platz oben an der Krete mit bester Aussicht sichern», sagt Marcel Kümmerli, Präsident des Motoclubs Ruedertal. Viele Fahrer haben ihm ihre Erleichterung ausgedrückt, dass das Rasenrennen dieses Jahr wieder stattfindet. Das lizenzfreie Schmiedrueder Motocross ist in der Szene als eines der besten hinsichtlich Organisation, Sicherheit und Gelände bekannt.

Und obwohl dieser Ruf jährlich Fahrer aller Rennklassen von weither anzieht, waren es heuer die heimischen Töffpiloten, die dominierten. Lukas Bolliger aus Schmiedrued etwa startete in den Klassen Race 150ccm und Open und gewann alle seine Läufe. Ebenfalls oben in der Rangliste ist Namensvetter David Bolliger, auch er ein Ruedertaler.

Mit Cindy Peperkamp und Tanja Burkhard waren zwei Frauen vom Motoclub am Start – mit den gleichen Gewinnchancen wie die Männer, wie Kümmerli erklärt: «Wenn die Physik stimmt, dann ist beim Motocross nicht viel Kraft nötig.» 

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