Offenbar hat sich ein Bezirksschüler aus Reinach in den Email-Account eines anderen Schülers derselben Schule gehackt, um sich Vorteile bei der Bewerbung für eine Informatikstelle zu verschaffen. Dabei handelt es sich um eine kriminelle Handlung.

Das «Wynentaler Blatt» berichtet, dass sich die beiden Schüler für die dieselbe Lehrstelle als Informatiker interessierten. Nur hatte der ehrlichere Schüler bereits Vorgespräche mit dem Arbeitgeber geführt.

Mit dem Email-Account des anderen informierte der Hacker unter falschem Namen die Informatikfirma über das schwindende Interesse für die Lehrstelle. Er erhoffte sich bessere Chancen, den Job zu krallen. Die unfaire Aktion ist allerdings aufgeflogen.

Die Polizei konfiszierte den Computer des Hackers, um Klarheit in den Fall zu bringen. Die Abklärungen zeigen, dass es sich wahrscheinlich um ein privates Delikt handelt, weil es nicht in der Schule begangen wurde. Allerdings ist die Sachlage für die Polizei weiterhin unklar, wie «Radio Argovia» auf Anfrage erfuhr.

Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass anscheinend noch eine weitere Person in die Affäre involviert ist. Weitere Informationen kann auch die Jugendanwaltschaft nicht geben, bis die Fakten geklärt sind.

Der Reinacher Schulpflegepräsident Daniel Schmid hat die Geschichte und eine entsprechende Anzeige des Opfers und seiner Eltern gegen den Hackerschüler bestätigt.

Er setzt sich ausserdem ein für eine stärkere Gewichtung der Sicherheitsaspekte rund um die elektronsichen Medien im zukünftigen Informatikunterricht der Oberstufe. (tos)

Wegen Lehrstelle wird Schüler zum Hacker

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