Uerkheim

Bei Fusion mit Zofingen: Uerkner Standard würde angehoben

Zofingen und Uerkheim Fusion

Zofingen und Uerkheim Fusion

Am 23. November wird sich die Gemeindeversammlung Uerkheim und am 26. November der Einwohnerrat Zofingen damit befassen, ob die Gemeinde Uerkheim zu einem Stadtteil von Zofingen werden oder weiterhin eine selbstständige Ortschaft bleiben soll.

Gegenwärtig liegen der Vertragsentwurf über die Vereinigung und der dazugehörende Erläuterungsbericht zur öffentlichen Mitwirkung auf. Die Bevölkerung beider Gemeinden hat bis zum 31. August Gelegenheit, sich zu den beiden Dokumenten vernehmen zu lassen.

In diesem Rahmen luden die beiden Exekutiv-Behörden auf den Montagabend in die Mühlethaler Mehrzweckhalle zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung ein. Red und Antwort standen vor allem Gemeindeammann Markus Gabriel und Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger, am Podiumstisch hatten auch Gemeindeschreiber Hans Stadler und Stadtschreiber Arthur Senn Platz genommen.

Der Aufmarsch vonseiten der Öffentlichkeit hielt sich in Grenzen – und der Eindruck dürfte nicht danebenliegen, dass, jedenfalls vom grössten Teil der Anwesenden, die Meinungen schon vor der Versammlung gemacht waren. Entweder ist man dafür oder man ist dagegen!

Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger wies darauf hin, dass die aktuelle Fassung des Fusionsvertrags und des Erläuterungsberichts gegenüber der sistierten Fassung von 2009 (siehe Kasten) nur unwesentliche Änderungen beinhalte. Das Ziel sei nach wie vor, einen Zusammenschluss auf den 1. Januar 2014 – und hinter dieser klaren Absicht würden sowohl der Gemeinderat Uerkheim als auch der Stadtrat Zofingen mit Überzeugung stehen.

In der Folge ging Hans-Ruedi Hottiger auf einige bedeutende Punkte ein. Mit einer Vereinigung von Uerkheim und Zofingen würden automatisch auch die beiden Ortsbürgergemeinden fusioniert; für die Bürgergemeinden gebe es keinen «separaten Zug». Damit erhalten die Uerkner Ortsbürger und die Uerkner Einwohnerbürger das Ortsbürgerrecht beziehungsweise das Einwohnerbürgerrecht von Zofingen.

Steuerfuss auf Niveau Zofingen

Um die Zusammenführung der beiden Gemeinden zu erleichtern, würde für die Amtsperiode 2014/17 Uerkheim einen eigenen Wahlkreis bilden. Von grundsätzlicher Tragweite sei dabei, dass Uerkheim für diese Zeit ein Stadtratsmitglied bekäme. Dabei sind zwei Varianten denkbar: Zofingen erweitert für vier Jahre den Stadtrat von sieben auf acht Sitze oder reduziert ihn um einen zugunsten von Uerkheim. Zofingen möchte an den sieben Mitgliedern festhalten, um nicht für vier Jahre eine komplett neue Ressortaufteilung vornehmen zu müssen.

Wichtig sei auch die Tatsache, dass sich für Uerkheim an den bisherigen öffentlichen Einrichtungen nichts ändere, hingegen werde das bisherige Dienstleistungsangebot dem «Zofinger Standard» angeglichen. Der Steuerfuss von Uerkheim mit aktuell 123 Prozent werde auf das Niveau von Zofingen von aktuell 102 Prozent gesenkt. Hottiger: «Stärken des Projekts ergeben sich aus dem wesentlich verbesserten, gemeinsamen Entwicklungspotenzial und sind kurzfristig nicht messbar.»

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