Reinach
Bauen, fahren und fachsimpeln in Mecoville

Am Montagabend ist Betrieb in Mecoville. Die Mitglieder des Modelleisenbahnclubs Oberwynental treffen sich zu einem Bau- und Fahrabend im Estrich des Alten Gewerbeschulhauses. Mecoville heisst die Wohnsiedlung auf der Bahnanlage.

Peter Siegrist
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Mecoville liegt an einer stark befahrenen Bahnstrecke. Reise- und Güterzüge fahren durch. Mit viel Liebe zum Detail haben die Modellbauer die Bahnanlage gestaltet. Fotos: Peter siegrist

Mecoville liegt an einer stark befahrenen Bahnstrecke. Reise- und Güterzüge fahren durch. Mit viel Liebe zum Detail haben die Modellbauer die Bahnanlage gestaltet. Fotos: Peter siegrist

Auf zwei Stockwerken fahren Züge, halten auf Bahnhöfen an, fahren weiter, verschwinden in Tunnels. Ein Güterzug wartet auf Gleis 3 die Durchfahrt eines Schnellzuges ab. Kurz darauf springt das Signal auf Grün und die «Cargo-Lok» schleppt den Zug weiter.

Digital gesteuerter Bahnbetrieb

Ueli Dysli beugt sich mit Marcel Eisenlohr über ein Notebook, führt die Maus geschickt über den Bildschirm, hier ein Klick und dort ein Klick. Die beiden fahren eine Lokomotive ein. Das heisst, sie programmieren die digital gesteuerte Lok so, dass sie mit angepasster Geschwindigkeit über die Schienen gleitet, langsam anfährt und wie die grossen Vorbilder sanft abbremst. Mit der digitalen Steuerung ist das möglich.

«In unserem Klub bringen die Mitglieder ganz verschiedene Interessen mit», sagt Ernst Bertschi, ein Reinacher Modellbahner der ersten Stunde. So gebe es Leute mit Vorliebe für den Landschaftsbau, andere wiederum sind dabei, mit Akribie Häuser und weiter Bauwerke möglichst realitätsnah zu gestalten.

«Und dann sind immer wieder die Gleisbauer gefragt», ergänzt Peter Gautschi. So werde gegenwärtig an einem Ende der Anlage eine Anpassung bei den Kurvenradien geplant.

Die Reinacher Anlage ist zweistöckig und ermöglicht es, oben mit Wechselstrom und unten mit Gleichstrom zu fahren. «So können Anhänger beider Systeme bei uns mitmachen», sagt Bertschi.

Ueli Dysli hat die Wechselstromanlage jetzt auf PC-Betrieb umgestellt. Fahren die Züge nach dem Zufallsprinzip, entstehen im Bahnhofsbereich ganz verschiedene Bilder.

Junge Mitglieder sind willkommen

«Wir können aber via PC auch nach Fahrplan unterwegs sein», sagt Dysli, «dann kommen wir der Realität sehr nahe.» Mit der Digitalisierung der Anlage hoffen die Männer auch wieder vermehrt junge Mitglieder zu gewinnen. Nächsten Sonntag wird der Verein mit einem Info-Stand am Reinacher Markt am Bahnhof präsent sein und sich und sein Vereinsleben vorstellen.

Gegründet wurde der MECO-Reinach 1983. Seither treffen sich die 20 Mitglieder regelmässig zum Basteln, Reparieren von Fahrzeugen und zum Planen. Und ihre Anlage wächst und wird immer perfekter. Fertig sei aber eine Anlage nie, ist zu vernehmen.

Ueli Dysli drückt nochmals auf die Enter-Taste und schickt zwanzig Züge gleichzeitig auf die Reise.

www.meco-reinach.ch (Seite im Aufbau)

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