Schöftland
Bank ab 2014 wieder eigenständig

Schöftland An der GV der Clientis Bank Leerau fassten die Genossenschafter den Beschluss, aus dem Clientis-Konzern auszutreten.

Sibylle Haltiner
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Die Mitarbeitenden der Clientis Bank Leerau verdeutlichten die Geschäftsphilosophie der neuen Bank. sih

Die Mitarbeitenden der Clientis Bank Leerau verdeutlichten die Geschäftsphilosophie der neuen Bank. sih

Robert Vogel, Präsident des Verwaltungsrats der Clientis Bank Leerau, hatte nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass mit der Zustimmung zu den Statutenänderungen nicht nur über sprachliche Anpassungen entschieden wurde, sondern über den Austritt der Bank Leerau aus dem Clientis-Konzern.

Doch die Genossenschafter folgten den Anträgen von Geschäftsleitung und Verwaltungsrat einstimmig. Somit wird die seit 1836 bestehende Regionalbank ab 1. Januar 2014 wieder eigenständig unter dem Namen «Bank Leerau» auftreten.

Bankenwelt hat sich verändert

Die 176. Generalversammlung war mit 526 Anwesenden sehr gut besucht. Vogel erläuterte die Gründe für den Austritt aus dem Clientis-Konzern. «In den Jahren seit dem Entscheid zum Beitritt hat sich vieles verändert. Die Sicherheit der Vergangenheit könnte zur Gefahr für die Zukunft werden.»

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Stefan Züsli, präzisierte: «Vor dem Clientis-Beitritt vor zehn Jahren bereiteten und die schwierigen Refinanzierungsmöglichkeiten für das Kreditgeschäft Sorge.»

Die Geldbeschaffung sei heute aber kein Problem mehr, und viele andere Banken hätten die Clientis-Gruppe bereits verlassen. «Unsere Garantieverpflichtung dem Konzern gegenüber beträgt bereits über 29 Mio. Franken. Nach dem Austritt werden wir freier und flexibler sein.»

Stetiges Wachstum

Züsli konnte ein erfreuliches Geschäftsresultat für das Jahr 2012 präsentieren. Die Bilanzsumme steigerte sich um 11 Prozent auf 555 Mio. Franken. Das Kerngeschäft, die Hypothekarfinanzierung, erhöhte sich um 8 Prozent auf 474 Mio. Franken.

Die Kundengelder nahmen zu, das Eigenkapital wurde gestärkt und beträgt nun 37 Mio. Franken. So können die gesetzlichen Anforderungen an die Eigenkapitalisierung erfüllt werden.

Der neue Name der Bank wird der alte sein: Bank Leerau. Der Zusatz «Unsere Bank. Seit 1836.» ergänzt das Logo. «Es ist eine Fortsetzung, kein Bruch», betonte Robert Vogel.

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