Menziken
Bald warmes Badewasser aus der Erde

Die Gemeinde Menziken will bei der Sanierung der Hallenbadheizung ganz auf Erdöl verzichten. Die neue Anlage soll mit Erdwärme gespeist werden.

Peter Siegrist
Drucken
Teilen

Die Gemeinde Menziken folgt dem Slogan «Die Wärme ist unter uns» und plant für ihr Schwimmbad Walzimatt eine neue Heizanlage, die mit Erdwärme gespeist wird. «Wir sind in der Badikommission klar der Meinung, dass wir auf fossile Brennstoffe verzichten wollen», erklärt Gemeinderat Jürg Rubin, Präsident der Badikommission.

Die heutige Heizungs- und Lüftungsanlage im Menziker Hallenbad ist 25-jährig. Die ganze Anlage sei in einem schlechten Zustand, schreibt der Gemeinderat in der Botschaft zur Gemeindeversammlung vom 17. November. Reparaturen seien bei der Lüftung nur mit grossem technischem Aufwand realisierbar.

Die heute in Betrieb stehende Ölheizung kann die Vorgaben der Luftreinhalteverordnung nicht mehr erfüllen. Das bedeutet, dass die Gemeinde diese bis spätestens am 1. Oktober 2013 sanieren oder ersetzen muss.

Verschiedene Systeme evaluiert

Die Badikommission hat in der Folge verschiedene Systeme evaluiert. Den nötigen Planungskredit hatte die Gmeind im November 2008 bewilligt. In Begleitung von Fachleuten hat die Kommission Holzschnitzelheizungen, eine Aussenluftwärmepumpe und eine Holzpellet-Heizung und die Kombination Erdsonde-Heizöl geprüft. Dabei hat sich der Einbau einer Wärmepumpenheizung mit Erdsonden als die beste Variante für das Schwimmbad herausgeschält. Die Investitionskosten für die Heizung von 638000 Franken liegen zwar über der für eine Ölheizung oder der Kombination Öl und Erdsonde. Dafür sind die jährlichen Energiekosten mit 23000 Franken um zwei Drittel tiefer als bei einer Ölheizung.

Die vorgeschlagene Lösung «Wärmepumpe mit Erdsonden» sei in der Anfangsphase im Vergleich mit anderen Varianten kapitalintensiv, schreibt die Behörde. Aber: «Mit den jährlichen Einsparungen auf den Energiekosten werden diese jedoch bereits nach einer Betriebsdauer von 12 Jahren neutralisiert.»

Vertragslösung wurde geprüft

Laut Jürg Rubin hat Menziken auch eine Contracting-Lösung geprüft. In diesem Falle hätte ein externer Contracter die Anlage erstellt, finanziert und betrieben, die Gemeinde müsste die bezogene Wärme bezahlen. «Wir haben uns jedoch in unserem Vorschlag an die Gmeind für die Investition entschieden», sagt Rubin, «diese müssen wir innert 10 Jahren abschreiben. Der Menziker Souverän wird für Heizung und Lüftung über einen Kredit von 930000 Franken befinden.