Staffelbach

Bald eröffnet das Museum: Ein echter Staffelbacher Bodenschatz

Das ehemalige Taglöhnerhaus wurde aufwendig restauriert und kann bald als Sandsteinmuseum eröffnet werden.

Einst war er ein Verkaufsschlager: der Sandstein, abgebaut in den Steinbrüchen rund um Staffelbach. Die von den Steinbrüchen zurückgebliebenen Löcher, Kavernen genannt, sind über mehrere Jahrhunderte von Hand gehauen worden. «Die Ofenplatten aus Staffelbacher Sandstein wurden bis nach Basel und Liechtenstein geliefert und für Sitzkunstöfen, auf Mundart Chouscht genannt, verwendet», sagt Priska Hauri.

Die Präsidentin des Vereins Sandsteinmuseum Staffelbach ist seit fünf Jahren daran, dem Steinhauerhandwerk ein Denkmal zu setzten. Mit Architekt Adrian Kiener, dem Vereinsvorstand und Handwerkern funktioniert sie das ehemalige Taglöhnerhaus auf dem Bühl in ein Sandsteinmuseum um.

Es sei ein weiter Weg gewesen vom einst baufälligen Haus bis heute, sagt sie. Am Samstag konnte man den Stand der Renovierung am Tag der offenen Tür bestaunen. Fertig restauriert sind der Ofen, die Sandsteinwände und die Fenstergewände. Erneuert werden mussten die Fenster und die Fassade. Auch ein Sandsteinboden, ebenfalls aus Staffelbacher Sandstein, wurde eingebaut.

Ein paar Monate brauche man noch, dann könne das Museum eingeweiht werden, so Hauri. Vielleicht fände sich bis dahin noch der eine oder andere Gegenstand fürs Museum auf einem Staffelbacher Dachboden.

Um das Haus, das zuvor über 30 Jahre lang leer gestanden hatte, in ein Museum umfunktionieren zu können, sprachen die Ortsbürger 2018 ein zinsloses Darlehen von 200000 Franken. Unterstützt wird das Projekt zudem mit einem Subventionsbeitrag der Kantonalen Denkmalpflege und einem Swisslos-Fond-Beitrag. Viele Handwerksbetriebe aus der Region unterstützten das Projekt ebenfalls.

Aus dem Staffelbacher Stein wurden überdies nicht nur Kachelöfen ausgestattet. Auch in Kirchenmauern von Uerkheim, Reitnau und Kirchleerau wurde er verbaut , ebenso an mehreren Schulhäusern im Suhrental, an Bauernhäuser und Herrschaftshäusern. So zeugt nicht nur das ehemalige Taglöhnerhaus im Bühl von der Steinbruch-Vergangenheit des Dorfs, sondern die ganze Region.

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