Kölliken

Autorin, die in Kölliken aufgewachsen ist, liest am Dienstag aus neuem Buch vor

Die in Kölliken aufgewachsene Autorin Marianne Vogel.

Die in Kölliken aufgewachsene Autorin Marianne Vogel.

Die Theologin Marianne Vogel Kopp liest am Dienstagabend aus ihrem Zweitwerk, dem Roman «Flughaut». Sie schreibe gern in die Ruhe der Nacht hinein, sagt die Autorin.

Die Theologin Marianne Vogel Kopp arbeitet freiberuflich. Sie ist in Kölliken aufgewachsen und lebt heute mit Ehemann und Sohn in Hondrich bei Spiez. Die als Radiopredigerin und Fernsehpfarrerin bekannt gewordene Frau stellt mit einer Lesung ihren zweiten Roman vor. Vor drei Jahren, als Vogel an ihrem ersten Roman, «Der Spur nach» schrieb, sei sie lockerer vorwärts gekommen, sagt sie. Das Buch sei quasi als Geheimprojekt entstanden. Niemand habe davon gewusst oder gar mitreden können.

Jetzt beim zweiten Roman «Flughaut» sei schon ein gewisser Druck vorhanden gewesen. «Ich lag im Clinch mit der Hauptperson Stella», sagt die Autorin, «ich mochte sie nicht.» Das habe sie daran gehindert, in die Geschichte einzutauchen.

Mit Werkstatt-Gesprächen habe sie sich dann in ihrem Umfeld Inputs geholt. Muss eine Autorin ihre Figuren überhaupt mögen? «Eigentlich schon», meint Marianne Vogel, «mindestens sollte man ihnen den Weg, auf den man sie schickt, zutrauen.» Erst als sie mit ihrer Figur «Stella» Freundschaft geschlossen habe, sei sie vorangekommen.

Auf die Frage, ob das Buch Autobiografisches enthalte, verneint Vogel. Durch ihren Beruf als freischaffende Theologin habe sie viel mit Menschen zu tun, da könne schon etwas des Erlebten in die Geschichte einfliessen. Sie selber sei auch fasziniert vom Innenleben der Menschen. «Die Psyche samt dem spirituellen Kern, der schwer fassbar ist», das fesselt sie.

Marianne Vogel verlegt ihr neues Buch im Eigenverlag. Sie habe sich dafür entschieden, weil sie durch die Arbeit am ersten Roman, der im kleinen Berner Verlag Nydegg erschien, das Wesentliche am Büchermachen gelernt habe. So habe sie sich an eine eigene 1000er-Auflage herangewagt.

Die Autorin schreibt gern in die Ruhe der Nacht hinein. Sie brauche inmitten ihrer zahlreichen Betätigungen Zeitnischen zum Schreiben. «Das Schreiben ist erst eine lustvolle Nebensache», sagt sie. (nba)

Lesung «Flughaut», Dienstag, 21. Januar 2014, 20 Uhr, Arche Kölliken.

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