Kölliken
Auf Schulhaus-Baustelle bereits dreimal eingebrochen – mit hohem Sachschaden

Bald ist der Rohbau des neuen Schulhauses in Kölliken fertig – die Arbeiten laufen nach Plan. Für Sorgenfalten sorgen dagegen die Einbrüche auf der Baustelle. Sie haben einen hohen Sachschaden zur Folge.

Raphael Nadler und Nora Bader
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In dieser Woche sollten die Fenster des neuen Schulhaues montiert werden.

In dieser Woche sollten die Fenster des neuen Schulhaues montiert werden.

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Der Neubau des Oberstufen-Schulhauses in Kölliken kommt voran. Laut Bauleiter Jürg Hertig von Hertig Nötzli Architektur in Aarau sind die schweren Baumeisterarbeiten fertig.

Nun sind die Zimmermänner an der Dachkonstruktion und diese Woche sollen die Fenster montiert werden. Nach dem Einbau der Haustechnik folgt Mitte September der Einbau der Unterlagsböden.

«Und wenn alles weiter nach Plan läuft, dann werden wir Anfang Mai 2015 mit dem Schulhaus fertig sein», sagt Hertig weiter.

Das sagt die Polizei: Viele Einbrüche auf Baustellen

Laut Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau, wird oft auf Baustellen eingebrochen. «Das ist ein seit Jahren bekanntes Phänomen. Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, wird gestohlen und kommt auf den verschiedensten Wegen ins Ausland, wo es weiterverwendet wird», sagt Graser. (cfü)

Bis jetzt seien die Bauarbeiten ohne grosse Probleme über die Bühne gegangen, heisst es vonseiten der Verantwortlichen. Auch die notwendige Hangsicherung habe trotz der starken Regenfälle einfacher als geplant eingebaut werden können.

Etwas anderes machte der Bauleitung zu schaffen: «Ärgerlich war, dass auf der Baustelle dreimal eingebrochen und grosser Sachschaden verursacht wurde», sagt Jürg Hertig.

«Nebst Material aus den Containern des Baumeisters wurden auch Computer, verschiedene Maschinen, Baumaterial und Kleider der Handwerker entwendet.» Damit ist die Baustelle keine Ausnahme (siehe Text in Box).

Das neue Schulhaus ist zweigeschossig mit je rund 650 m2 Bruttogeschossfläche pro Etage. Ob das Schulhaus wirklich entsteht, war lange nicht klar. Im Juni 2010 bewilligte der Kölliker Souverän die Projektierung «Umnutzung ehemaliges Fama-Bürogebäude für Schul- und Schulleitungszwecke».

Abklärungen durch eine Arbeitsgruppe zeigten, dass beträchtliche Eingriffe in die Gebäudestruktur gemacht werden müssten. Der Gemeinderat regte deshalb im Januar 2011 an, die Situation grundsätzlich zu überdenken.

Aus der Umnutzung wurde ein Neubauprojekt, welches der damalige Gemeindeammann Roland Brauen ausarbeitete. Im März 2012 wurde der Baukredit von 4,5 Millionen Franken gesprochen.

Auch ein Referendum von Pro Kölliken änderte nichts am Entscheid, das Fama-Gebäude abzureissen und ein neues Schulhaus zu bauen. Eine Beschwerde gegen die Baubewilligung sowie die Suche nach einem neuen Architekten hatten das Projekt weiter verzögert.

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