Uerkheim
Auf dem Weg ans «Eidgenössische»

Patrick Räbmatter steigt ambitioniert in die neue Schwing-Saison. Sein grosses Ziel ist die Teilnahme am eidgenössischen Schwingfest.

Pascal Kamber
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•Patrick Räbmatters Fokus richtet sich in der Saison 2016 auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest Ende August in Estavayer-le-Lac.

•Patrick Räbmatters Fokus richtet sich in der Saison 2016 auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest Ende August in Estavayer-le-Lac.

Michael Wyss

Nein, gross gefeiert habe er nicht, erklärt Patrick Räbmatter. «Eher im gemütlichen Rahmen mit meiner Familie und der Freundin», erzählt er. Dabei hätte der 24-jährige Uerkner beim Galaabend der «Sportstars 2015 Region Zofingen» allen Grund dazu gehabt. Zum zweiten Mal in Folge wurde Räbmatter als «Sportler des Jahres» ausgezeichnet. Eine Ehre, die ihn keineswegs kalt lässt – zumal er mit 3124 Voten ein Glanzresultat erzielte. «Es freut mich, dass so viele Leute für mich abgestimmt haben», sagt Patrick Räbmatter, für den der Titel eine Bestätigung seiner Leistungen der vergangenen Saison darstellt. «Deshalb ist es schön zu sehen, dass sie meinen Weg mitverfolgen», sagt der gelernte Metallbauer, der inzwischen als Chauffeur im eigenen Familienbetrieb tätig ist, stolz. Nicht zuletzt dient ihm der Sportstars-Erfolg auch in mentaler Hinsicht. «Die Auszeichnung ist eine zusätzliche Motivation für diese Saison», sagt Räbmatter.

Das «Eidgenössische» ist Saisonziel

Und die hat es in sich, schliesslich steht mit dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (ESAF) am 27. und 28. August in Estavayer-le-Lac ein Höhepunkt der spezielleren Sorte an. «Die Teilnahme in Estavayer ist mein erklärtes Saisonziel», sagt Patrick Räbmatter. Um sich ein Ticket für das erste «Eidgenössische» im Kanton Freiburg seit 1958 zu sichern, muss er bis zum Nordwestschweizer Schwingfest Anfang August in Fulenbach seine bisherige Ausbeute von 16 Kränzen vergrössern.

Denn die Technische Kommission des Nordwestschweizer Schwingverbands (NWSV) entscheidet primär aufgrund der Kranzresultate seiner Athleten über die Vergabe der 28 Startplätze für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest. Man kann davon ausgehen, dass Patrick Räbmatter zwei Kranzgewinne für die Qualifikation reichen sollten.

Erst in Zweifels- und Grenzfällen kommen andere Kriterien, wie beispielsweise die NWS-Bestenliste – die allerdings geheim gehalten wird –, oder die Besuche der NWS-Kadertrainings zur Anwendung. «Ich gebe jedenfalls mein Bestes», sagt Räbmatter, dessen Agenda nebst dem Teilverbandsfest auch die Teilnahmen am Guggibad-Schwinget ob Buttwil, dem Weissenstein-Schwinget, dem «Baselstädtischen» und an den Kantonalschwingfesten im Aargau, Solothurn und Bern vorsieht.

Um sich ideal auf die Saison vorzubereiten, hat Patrick Räbmatter den ganzen Winter hindurch trainiert, mit Schwerpunkt im Technik- und Ausdauerbereich. Denn er weiss, dass sein Traum von einem Start in Estavayer mit harter Arbeit verbunden ist. «Ich bin noch lange nicht am Ziel», sagt Räbmatter. Wie im letzten Jahr kann das Mitglied des Schwingklubs Zofingen auf die Unterstützung des ehemaligen Reidermooser Sägemehlathleten Matthias Arnold zählen, der dem Uerkner als Betreuer zur Seite steht.

Einen Hinweis darauf, dass sein Fahrplan stimmt, hat Patrick Räbmatter vor zwei Wochen in Thun erhalten. Beim Hallenschwinget bodigte «Räbi» mit Bernhard Kämpf den Sieger des letztjährigen Brünig-Schwingets.Räbmatter sagt: «Das ist ein Zeichen, dass ich auf dem richtigen Weg bin.»

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