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Auf dem Bahnhof getroffen – Studentin: «Ich vermisse das Kickboxen in Menziken»

Kim Barbara Wyttenbach
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Jeannine Hippele (22), Studentin.

Jeannine Hippele (22), Studentin.

Kim Wyttenbach

«Ich bin auf dem Weg nach Lenzburg. Ich muss zu einem Arzttermin. Ansonsten geniesse ich gerade meine Semesterferien. Abgesehen von der Arbeit, die ich noch schreiben muss. Ich studiere in Basel seit eineinhalb Jahren Sprachen: Italienisch und Spanisch. Italienisch, weil es meine Muttersprache ist und Spanisch, weil mich die spanische Kultur sehr interessiert.

Ich habe schon Spanien und Costa Rica bereist. Als Nächstes würde ich gerne die Dominikanische Republik besuchen. Ein Auslandssemester mache ich wahrscheinlich nicht. Es ist sehr schwierig, die Credit Points zu transferieren. Ich würde lieber ein paar Monate im Ausland arbeiten oder soziale Arbeit leisten. Kolumbien könnte ich mir gut dafür vorstellen. Die Kolumbianer haben den schönsten Akzent. Den Master möchte ich in Sprachen und Kommunikation absolvieren; damit halte ich mir meine beruflichen Möglichkeiten offen. Der Lehrerberuf ist nicht das Richtige für mich, dafür habe ich einfach zu wenig Geduld.

Geboren und aufgewachsen bin ich in Seengen. Damit ich nicht pendeln muss, bin ich nach Basel gezogen. Ich lebe mit einer guten Freundin in einer Wohngemeinschaft, im Quartier Grossbasler Innenstadt und St. Alban. Das WG-Leben ist toll. Leider zieht meine Freundin zurück nach Hause. Nun muss ich mir eine neue Wohnung suchen. Ich möchte etwas nur für mich. Mit einer Fremden Person eine Wohnung teilen, kann ich mir nicht vorstellen.

Am Wochenende gehe ich oft nach Hause zu meiner Familie nach Seengen, ich habe einen kleinen Bruder. Manchmal verabrede ich mich auch mit Freunden aus der Region. An Seengen vermisse ich am meisten das Kickboxen. Ich habe, bevor ich mit meinem Studium begonnen habe, sechsmal in der Woche in einem Club in Menziken trainiert. Sogar an Turnieren habe ich teilgenommen und dreimal gewonnen. In Basel ist das Training zu teuer, also gehe ich stattdessen ins Fitness.

Einmal im Monat besuche ich meine Verwandten in Italien. Sie leben in Chiavenna. Das Städtchen liegt nahe der Schweizer Grenze nördlich des Comer Sees. Ich gehe meistens mit dem Auto. Im Sommer fahre ich über den Splügenpass und im Winter über St. Moritz.» (KBW)