Schöftland
Auf Buchser und Buchschacher warten neue Herausforderungen

Die SVP holt sich mit Gertrud Müller und Daniel Wehrli zwei Sitze im neuen Gemeinderat. Mit Anja Gestmann schafft es eine Unbekannte in das Amt, welche von der SP und CVP ins Rennen geschickt wurde. Buchser ist neu Ammann, Buchschacher Vizeammann.

Janine Müller
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Rolf Buchser ist Ammann. ZVG

Rolf Buchser ist Ammann. ZVG

Dass ab dem 1. Januar sicher drei neue Gemeinderäte ihre Arbeit aufnehmen werden, war bereits vor dem Wahlsonntag klar. Nun ist bekannt, wer die Neuen sind: Gertrud Müller-Aemisegger (60, SVP), Daniel Wehrli-Burkhalter (46, SVP) und Anja Gestmann-Barkow (50, parteilos). Die grösste Änderung: die SVP hat wieder zwei Sitze.

«Das war unser erklärtes Ziel», sagte Wehrli gestern nach der Verkündigung der Wahlresultate. Mit Gertrud Müller-Aemisegger schaffte es eine SVP-Frau in den Gemeinderat. Für sie überraschend: Sie hat das drittbeste Wahlresultat erzielt. «Damit habe ich nicht gerechnet», sagte sie. Grund für ihr gutes Resultat sei wohl ihr Bekanntheitsgrad im Dorf. Vor allem aber freut sie sich über den zweiten Sitz der SVP: «Wir hatten ein Anrecht darauf.» Dieser Meinung ist auch der neue Gemeindeammann Rolf Buchser-Kohler (50, FDP). «Die SVP ist eine wählerstarke Partei. In den letzten vier Jahren war sie untervertreten.»

Gemeinderat zu Team formen

Auf Buchser wartet eine grosse Herausforderung. Er muss den neuen Gemeinderat zu einem Team formen. «Das bietet immer eine neue Chance, birgt aber auch Risiken», sagte Buchser. Für ihn sei es wichtig, dass man im Gemeinderat kollegial miteinander umgehen könne. Dabei unterstützen wird ihn der neue Vizeammann Thomas Buchschacher (42, FDP), der mit 906 Stimmen das beste Resultat erzielte. Er freue sich auf die neue Herausforderung.

Mit Anja Gestmann-Barkow hat es eine unbekanntere Schöftlerin in den Gemeinderat geschafft. Die ursprünglich aus Deutschland stammende Chemikerin kam 2005 nach Schöftland und wurde 2011 eingebürgert. Unterstützung erhielt sie von der SP und CVP, aber auch von der FDP. Trotzdem sei es für sie ein Erfolg, dass sie es geschafft hat. Als Mitglied im Kader einer international tätigen Firma dürfte für Gestmann Zeit ein knappes Gut sein. Wie lässt sich das mit dem Amt als Gemeinderätin vereinbaren? «Ich habe die Firma über dieses Amt informiert. Ich werde entsprechend Zeit dafür erhalten», sagte Gestmann.

Lüdi und Seiwald nicht gewählt

Nicht gewählt sind Manuela Lüdi (36, parteilos) und Rudolf Seiwald-Knechtli (57, parteilos). Lüdi, die keinerlei Wahlkampf betrieben hatte, zeigte sich erstaunt über ihre 418 Stimmen. Und sie lässt offen, ob sie wieder einmal kandidieren wird. Seiwald war zwar enttäuscht, freute sich aber über die Wahl von Gestmann. Die Zusammensetzung des Gemeinderats, wie sie sich jetzt präsentiere, sei gut so.