Reinach
Auch ein Fussball bedeutet Liebesglück

Bei der Stiftung Lebenshilfe in Reinach haben die Vernissagebesucher die Motive für die neue Frühlingskarten-Kollektion zum Thema «Liebesglück» ausgesucht. Manche Klienten mussten sich vor Aufregung zurückziehen.

Sibylle Haltiner
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David Bösch freut sich, dass sein Bild ausgesucht wurde.

David Bösch freut sich, dass sein Bild ausgesucht wurde.

Sibylle Haltiner

«Liebesglück» – welch schönes Motto für den Frühling. Die Stiftung Lebenshilfe hat es als Thema für ihre kommende Kartenkollektion ausgewählt und die Klientinnen und Klientin haben dazu 72 Vorlagen geschaffen. Am Freitagabend wurden anlässlich der Vernissage drei Siegersujets ausgewählt, die nun als Karten gedruckt werden.

Die Jury und die zwei Künstler David Bösch und Daniela Senn präsentieren die Siegerbilder.
12 Bilder
Die Vernissage ist auch ein Treffpunkt.
Kurt Schmid gratuliert Daniela Senn zum Siegerbild.
Die Frühlingskartenvernissage zieht immer ein grosses Publikum an.
Die Kunstwerke stossen auf grosses Interesse.
Die Favoriten werden auf einen Zettel geschrieben.
Das Publikum klatscht bei Konzert des Insieme Chors begeistert mit.
David Bösch freut sich, dass sein Bild für die Frühlingskarten ausgesucht wurde. Sadhyo Niederberger stellt es vor.
Der Insieme Chor verkürzt die Wartezeit bis zum Juryentscheid.
Die am besten bewerteten Bilder werden eingesammelt und der Jury vorgelegt.
Beat Flach präsentiert das Siegerbild.
Beim Warten auf den Juryentscheid bleibt Zeit für ein Schwätzchen.

Die Jury und die zwei Künstler David Bösch und Daniela Senn präsentieren die Siegerbilder.

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Rote Herzen, verliebte Gesichter

Selbstverständlich dominierten Herzen und die Farbe Rot die Ausstellung, aber auch Gedichte und Lieder, Vögel und Hunde, ein Bauernhaus und sogar ein Fussball verkörperten für die Künstlerinnen und Künstler das Liebesglück. Alle Anwesenden durften drei Favoriten bestimmen. Selbstverständlich spielten dabei auch persönliche Beziehungen zu den Schaffern der Werke eine Rolle. «Dieses Bild hier ist von mir», erklärten die Lebenshilfe-Klienten jeweils stolz.

Doch die meisten Vernissagebesucher liessen sich von objektiven Überlegungen leiten. «Man muss darauf achten, wie die Bilder auf einer Karte wirken», erklärte eine Frau mit Nachdruck. Es wurde viel diskutiert, die lebendigen Farben oder der Gesichtsausdruck der verliebten Figuren hervorgehoben. Einige bevorzugten ein Dreierticket mit einem verbindenden Element, andere gaben bewusst ganz verschiedenartigen Sujets ihre Stimme.

Nervöses Herumtigern

Die sechsköpfige Jury, bestehend aus je drei externen und internen Vertretern, zog sich anschliessend zur Beratung zurück. Die Werke mit den meisten Publikumsstimmen wurden von den Wänden genommen, sie kamen in die engere Auswahl. Dies steigerte die Aufregung der Künstlerinnen und Künstler, denn wessen Bild nun nicht mehr an der Wand hing, der konnte sich Hoffnungen machen, dass sein Werk veröffentlicht wurde. Einige Lebenshilfe-Klienten tigerten nervös herum, andere mussten vor der Aufregung fliehen und sich in den Hintergrund zurückziehen.

Applaus für die Künstler

Da kam die Ablenkung durch den Insieme-Chor, der das Publikum mit bekannten Liedern unterhielt und in eine angeregte Stimmung versetzte, gerade recht. Als die Jury die Siegerbilder präsentierte, wurden deren Erschaffer mit viel Applaus und Begeisterungsrufen gefeiert. Ramona Meier konnte leider nicht anwesend sein, Daniela Senn und David Bösch jedoch genossen ihren Erfolg sichtlich. «Ich habe jetzt auch Schmetterlinge im Bauch, genau wie die Figuren auf meinem Bild», sagte David Bösch überglücklich.

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