Zofingen
Armee weicht Mehrfamilienhäusern: Auf dem Zeughausareal entsteht neuer Wohnraum

Drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 31 Wohnungen sollen in Zofingen dort entstehen, wo 2015 noch ein Zeughaus stand. Ein entsprechendes Baugesuch liegt auf.

Beat Kirchhofer
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Aktuell werden auf dem ehemaligen Zeughausareal Werkleitungen neu verlegt – es wird Platz für die Tiefgarage geschaffen.

Aktuell werden auf dem ehemaligen Zeughausareal Werkleitungen neu verlegt – es wird Platz für die Tiefgarage geschaffen.

Schlag auf Schlag geht es auf dem ehemaligen Zofinger Zeughausareal weiter. Keinen Monat nach der Genehmigung des Gestaltungsplans liegt bei der städtischen Bauverwaltung bereits das Baugesuch für drei Mehrfamilienhäuser und 44 Autoabstellplätze in einer Tiefgarage öffentlich auf.

Verlaufen Bewilligungsverfahren und Bauphase nach Plan, sind die 23 4-Zimmer-, sechs 3-Zimmer- und die zwei 5-Zimmer-Wohnungen 2019 bezugsbereit.

Zur Vorgeschichte: 2013 schrieb die Armasuisse als Immobilienverwalterin der Armee das Zofinger Zeughaus mit dem 5743 Quadratmeter grossen Gelände zum Verkauf aus: Mindestgebot 4,9 Millionen Franken, das von der Käuferin – der Estermann Immobilien AG aus Geuensee – deutlich überboten wurde.

Bereits im Vorfeld der Verkaufsbemühungen von Armasuisse hatten die Stadtbehörden mit dem VBS Kontakt aufgenommen und über die Zukunft des Areals am südlichen Rand der Zofinger Bauzone diskutiert.

Das Resultat der Gespräche: Zofingen hat das Grundstück aus der Zone für öffentliche Bauten – das Zeughaus – genommen und der W3 zugeteilt. Im Gegenzug wurde dem Areal ein Gestaltungsplanverfahren auferlegt.

2016 legten die neuen Eigentümer den geforderten Gestaltungsplan vor, welcher auf einem Richtprojekt – einer Machbarkeitsstudie für die Überbauungsmöglichkeit der Parzelle – basierte. Dieser skizzierte die nun zur Bewilligung ausgeschriebenen drei Mehrfamilienhäuser mit je vier Vollgeschossen und einem Attikageschoss.

Fehler im Text

Der Gestaltungsplan Zelgli wurde als gut befunden, weil er aufzeige, wie der gangbare Weg der Innenentwicklung in einem sensiblen Bereich am Bauzonenrand mit der entsprechenden Aussenraumgestaltung aussehen kann.

Zwar gab es Einwendungen (unter anderem zur Lage der Ein- und Ausfahrten der Tiefgarage), für die es Lösungen und so für die Bauherrschaft grünes Licht gab – hätte sich nicht im Text der Bewilligung ein sachlicher Fehler eingeschlichen. Der Gestaltungsplan musste deshalb im letzten Herbst nochmals öffentlich aufgelegt werden.