Sturm

«Armdicke Äste» im Estrich: «Burglind» schmetterte Tanne auf Kunstmaler Hedigers Heim

Kurt Hedigers (85) Heim wurde beschädigt.

Kurt Hedigers (85) Heim wurde beschädigt.

Eine Tanne war nach dem Sturm Burglind auf das Dach von Kurt Hediger in Reinach gefallen. Armdicke Äste ragten in den Estrich des Kunstmalers. Die Gemälde mussten in Sicherheit gebracht werden.

Es habe gekracht und gepoltert wie verrückt, erzählt Kunstmaler Kurt Hediger. Zuerst habe er an Marder auf dem Estrich gedacht, dann aber schnell gemerkt, dass der Lärm nicht von so kleinen Tierchen stammen könne. Eine Tanne vom Nachbargrundstück war auf sein Hausdach gestürzt. «Armdicke Äste» ragten einen halben Meter in seinen Estrich hinein.

Ein Schreckmoment. «Ich wohne seit 52 Jahren in dem Haus, so etwas ist noch nie passiert», sagt Hediger. Eine Nachbarin sei ihm zu Hilfe geeilt. Gemeinsam habe man die Bilder in eine Ecke gezügelt, wo sie sicher nicht nass werden und den Forst angerufen.»

«Burglind» setzte auch den Ferien von Ueli Wanderon vom Forstbetrieb aargauSüd ein jähes Ende. Sein Gebiet war zwar nicht ganz so stark betroffen wie andere. «Wir haben im Oberwynental vor allem Streuschäden», so der Förster.

Schätzungsweise Ende April werde man wieder zum Normalbetrieb übergehen können. Eine Katastrophe sei das nicht. «Schade ums Holz, das unsere Vorfahren gehegt und gepflegt haben. Aber jetzt bestimmt halt die Natur den Zeitpunkt des Neuanfangs.»(rap)

Förster Ueli Wanderon. Nach dem Sturm steht auch ihm noch Einiges an Arbeit bevor.

Förster Ueli Wanderon. Nach dem Sturm steht auch ihm noch Einiges an Arbeit bevor.

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