Sportlich. So wurde das Terminprogramm für die Sanierung der Schulanlage Färberacker in den Gemeindenachrichten von Unterkulm Anfang September beschrieben. Kurz vor dem geplanten Sanierungsende gab die Gemeinde bekannt, dass die Schulhaussanierung nicht wie angekündigt bis zu den Herbstferien abgeschlossen werden kann, sondern noch bis Ende Jahr andauert. Einzig die Turnhalle soll nach den Herbstferien wieder benutzt werden können. «Bei der Halle sieht es gut aus», bestätigt der Präsident der Baukommission Ernst Hofmann auf Anfrage. Bei der Schulanlage gebe es jedoch Verzögerungen.

Den Schülern ist es wohl

Eine Konsequenz davon: Die Schülerinnen und Schüler werden noch bis Ende Jahr im blauen Provisorium, die Gemeinde nennt sie «Schlumpf-Bude», den Unterricht besuchen. Trotz kühler werdenden Temperaturen sei dies kein Problem. «Die Container können geheizt werden. Und den Schülern ist es wohl im Provisorium», sagt Ernst Hofmann.

Die Gründe für die Verzögerung der Sanierung sind vielschichtig und dürften die Unterkulmer angesichts des schon jahrelang andauernden Projekts kaum beunruhigen. Zum einen kamen an der aus dem Jahr 1972 stammenden Schulanlage Überraschungen zum Vorschein. Zum anderen stiessen die Handwerker und Lieferanten wegen des grösseren Umfangs an Arbeiten an ihre Grenzen. So waren etwa die Korrosionsschäden der Armierungen weiter fortgeschritten als zunächst angenommen, was ein Mehraufwand bedeutete. Im Bereich Lüftung musste nachgerüstet werden und die Asbestsanierung bei den Böden fiel umfangreicher aus als geplant.

Sorgen ums Budget

«Mehrarbeiten sind halt oft Arbeiten, die anders gemacht werden müssen, als angedacht», sagt Hofmann. Dies bedeute nicht automatisch, dass diese teurer ausfallen, als budgetiert. Über die Nachricht der erneuten Verzögerung dürfte sich der eine oder andere Bürger Budget-technisch Sorgen gemacht haben. «Im Moment sind wir guter Dinge, dass wir mit dem Budget einigermassen durchkommen», sagt der Baukommissionspräsident. Es sei vorderhand ein Zeit- und kein Finanzproblem. Immer vorausgesetzt, es komme nichts mehr Unvorhergesehenes hervor. «Wir gehen aber davon aus, dass wir die Sanierung mit dem Budget ziemlich abdecken können.»

Die Sanierung kostet viel. Mehr als man vor rund vier Jahren annahm. Damals hat die Sommergmeind einen Kredit von 4,35 Millionen Franken bewilligt. Geplanter Baubeginn: Frühling/Sommer 2017. Doch Anfang 2017 sind Schadstoffbelastungen in Form von Asbest-Restbeständen nachgewiesen worden. Die Arbeiten wurden verschoben. An der letztjährigen Winter-Gemeindeversammlung wurde ein zusätzlicher Kredit von 1,558 Millionen Franken gesprochen.