Unterkulm
An einem Abend vom Gefängnis ins Irrenhaus

Nach einem Jahr Unterbruch wird in Unterkulm wieder Theater gespielt – mit vielen Anzüglichkeiten, Situationskomik und Wortwitz.

Peter Weingartner
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Der Theaterverein Unterkulm probt zum Stück "Ladysitter"
24 Bilder
Vögi wird verarztet
Versöhnungsversuch
Vögi und die Balkoneinsteigerin
Vögi scheint ihr nicht zu trauen
Umworbener Archie
Rivalinnen
Maximilian wird frisiert
Jetzt spricht Archies Gattin
Junges Glück schon am Ende
Doppelt umworbener Archie
Hausmeister Vögi
Die Nachbarin will Archie in der Badewanne
Die beste Freundin liest Maximilian die Leviten
Die Braut ist entrüstet, was soll dieses Kleidungsstück
Das Chaos ist perfekt
Der Hausmeister nach durchfeierter Nacht
Bald bereit für den Polterabend
Archie und Maximilians beste Freundin
Archies Gattin ist entsetzt
Archie sollte ins Bad
Archie in Aktion
Archie in den Fängen der männerfressenden Wespenspinne
Archie als Rotkäppchen

Der Theaterverein Unterkulm probt zum Stück "Ladysitter"

Peter Weingartner

«Sind alle Utensilien parat? Alles am richtigen Ort?», fragt Regisseurin Annemarie Rothenbühler. Die Probe kann losgehen. «Ladysitter» heisst die Komödie, die der Theaterverein Unterkulm seinem Publikum dieses Jahr vorsetzt. Eine irrwitzige Geschichte ist’s.

Der Ladysitter ist nämlich ein Grossvater mit krimineller Vergangenheit. Bankraub. 13 Jahre hat er dafür kassiert. Das Schicksal (oder der Autor Bernd Spehling) will, dass Archie, so heisst der Knastbruder, genau an jenem Tag entlassen wird, an dem sein Enkel Maximilian seinen Polterabend feiert. Und Maximilian hat ihm für die erste Nacht in Freiheit Gastrecht angeboten. Dass die Wohnung just gegenüber einer Bank liegt, bleibt Archie nicht verborgen.

Doppeldeutigkeiten

Erstmals hat man letzte Woche die Geräusche eingespielt. «Schöne Maid» von Tony Marshall, Wasser, Sirenen, Partywillige. «Denkt daran: laut und langsam sprechen! Und die Endungen!», ermahnt die Regisseurin. Schöne Maid? Wenn’s nur eine wär! Gleich von drei Damen sieht sich Archie umzingelt. Dabei kommts zu neckischen Verwechslungen.

Die mannstolle Nachbarin, eine «männerfressende Wespenspinne», hält er für die Coiffeuse, dabei will sie sich den Mann in die Badewanne holen. Und der schräge Vogel Vögi, Hauswart und Produkte-Demonstrant, was ihn in verschiedenen Aufzügen auftreten lässt, sollte ein Leck in der Wasserleitung reparieren. Wenn er vom Rohr spricht, kann man das so und anders verstehen wollen.

Neben der echten Coiffeuse, die keinen Alkohol verträgt, ist auch noch Maximilians «beste Freundin», die über den Balkon einzusteigen pflegt, mit von der Partie. Die Situation endet mit einer Orgie und alkoholischen Exzessen. Am anderen Morgen stolpert man über leere Flaschen, Damenunterwäsche hängt über dem Sessel.

Ja, der andere Morgen. Maximilian kommt nach Hause. Seine Braut schaut vorbei, begleitet von Archies Angetrauter, die 13 Jahre auf ihn gewartet hat. Da ist der Erklärungsnotstand vorprogrammiert. Und Archie hat eine neue Aufgabe.

Drei Aufführungen

Wie die Geschichte endet, sei hier nicht verraten. Nur so viel: Das Publikum kann sich auf einen Dreiakter voller Anzüglichkeiten, Situationskomik und Wortwitz freuen: Die Spielerinnen und Spieler leben ihre komödiantischen Triebe voll aus. Freuen kann man sich auch auf einen kulinarischen Abend: Pastetli, Salat, Rauchwürste, Frites, Desserts. Das Nachtessen wird ab 18.30 Uhr serviert.

Die Aufführungen finden am Freitag, 31. Oktober, Samstag, 1. November je um 20 Uhr und am Sonntag, 2. November um 14 Uhr statt. Vorverkauf: per E-Mail an info@theater-kulm.ch, telefonisch jeweils 18.30 bis 20 Uhr unter 079 854 89 83.