Zetzwil

An der Zetzwiler Gwärbi gab es die kleinste Baustelle der Region zu sehen

Die Gewerbeausstellung von Zetzwil und Gontenschwil lockte am Wochenende gegen 8000 Besucher an. Hauptattraktion waren schwere Maschinen im Kleinformat.

Eine grosse Baustelle war die grosse Attraktion der Gwärbi. Doch waren nicht etwa die Vorbereitungsarbeiten für die Gewerbeausstellung von Zetzwil und Gontenschwil in Verzug und die Besucher konnten noch beobachten, wie Zelte oder Stände aufgebaut wurden. Nein, die Firma K. Hirt AG hatte eine Baustelle en miniature eingerichtet. Dort schaufelten Bagger Erde auf Lastwagen. Diese transportierten das Material an einen anderen Platz, wo es abgeladen und von einer Planierraupe flachgewalzt wurde. Jede Viertelstunde sah das Gelände völlig anders aus.

Die Bedienung der Baugeräte blieb den Mitarbeitern der K. Hirt AG vorbehalten; die Zuschauer, insbesondere kleine Buben und ihre Väter, verfolgten das Geschehen fasziniert vom Rand aus und konnten sich kaum entscheiden, welche dieser naturgetreuen Mini-Maschinen sie beobachten wollten.

Wie entsteht Orchideen-Wein?

Die Gwärbi zeigte den klassischen Mix an Ausstellern: Autogarage, Schreinerei, Fensterbauer, Gartengestaltung, Bäckerei und Metzg, Möbel für drinnen und draussen. Die Gastregion Entlebuch verwöhnte die Besucher mit Würsten und Musik.

Erklärungsbedarf herrschte bei einem anderen Gastaussteller: Der Orchideen-Wein aus Villnachern warf die eine oder andere Frage auf: Wie kann Wein aus Orchideen hergestellt werden und sind diese Pflanzen nicht geschützt? Hans Küpfer von Weinbau Küpfer-Burkhard wusste die Antwort: «Natürlich wird auch unser Wein aus Trauben hergestellt. Aber sowohl Reben als auch Orchideen lieben trockene Kalkböden. Deshalb wachsen in unserem Rebberg, der an ein Naturschutzgebiet grenzt, viele Orchideen.» Die Besucher liessen sich anschliessend gerne dazu verleiten, die verschiedenen Orchideen-Weine zu degustieren und herauszufinden, ob sie nicht doch einen leicht blumigen Abgang haben.

Wer sich nach der Weindegustation am Reaktionsspiel der Valiant Bank versuchte, musste wohl einsehen, dass sich beides nicht besonders gut vereinbaren liess. Als Trostpreis gab es immerhin ein Sugus und ein Blöcklein mit Klebezetteln. Auch bei anderen Ausstellern lockten Wettbewerbe, Glücksrad und Schätzfragen mit hübschen Gewinnen.

Die Ausstellervielfalt auf kleinem Raum brachte den Besuchern der Zetzwiler Gwärbi viele Vorteile. Wer sich beispielsweise für ein Elektromobil interessierte, konnte sich gleich nebenan bei der Allianz über den richtigen Versicherungsschutz informieren. Ein solches Gefährt wird nämlich zum Hausrat gezählt.

Was fressen Pferde?

Nicht zu jedem Hausrat gehören lebende Ponys. Zwar hatte auch der Ponyhof Schwarzenberg keine aus Fleisch und Blut mitgebracht, dafür aber zwei hölzerne. Juchzend liessen sich die Kinder auf den Schaukelpferden hin und her wiegen und genossen die Aussicht vom hohen Ross herunter. Was die lebendigen Ponys gerne fressen, konnten die jungen Ausstellungsbesucher selbst erkunden: Heu, Äpfel und Müsli waren so platziert, dass auch die Kleinsten das Futterangebot mit Fingern und Nasen begutachten konnten.

Martin Bolliger, OK-Präsident aus Gontenschwil, zog am späten Sonntagnachmittag eine positive Bilanz. «Wir hatten rund 8000 Besucher. Die Aussteller waren sehr zufrieden. Die Besucher schätzten die freundliche Atmosphäre und die angenehmen Platzverhältnisse.»

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