Stiftung Lebenshilfe
An der Weihnachtsausstellung trifft Seifenschwein auf Käferhaus

Die Klienten der Stiftung verraten, an welchen Weihnachts-Werken sie gearbeitet haben.

Peter Weingartner
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Lebenshilfe Publikum
Lebenshilfe Volkstänzerinnen mit Martin Spielmann
Lebenshilfe Volkstanz
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Peter Weingartner

Es ist einfach herzerquickend, zu sehen, was erwachsene Menschen mit vorwiegend kognitiven Behinderungen zu leisten imstande sind. Zum 50. Mal führte die Stiftung Lebenshilfe am Wochenende ihre Weihnachtsausstellung durch. Ein Dauerbrenner mit wichtiger Funktion: Der Erlös von rund 100 000 Franken ist eine tragende Einnahmequelle. Dies in einer Zeit, wo auch die Stiftung, so Geschäftsführer Martin Spielmann, «optimieren, andere sagen sparen» müsse.

Fabio Schaub, 32 «Ich habe Flüssigseife und verschiedene Duschmittel hergestellt. Vorher bin ich in der Weberei gewesen. Mir gefallen die knalligen Farben Rot, Pink, Violett und Orange, und ich habe auch Seifen gekauft als Geschenke.»

Fabio Schaub, 32 «Ich habe Flüssigseife und verschiedene Duschmittel hergestellt. Vorher bin ich in der Weberei gewesen. Mir gefallen die knalligen Farben Rot, Pink, Violett und Orange, und ich habe auch Seifen gekauft als Geschenke.»

Peter Weingartner

Zuerst stechen die Bilder ins Auge: Grossformate, Kleinformate, Ensembles, aber immer mit Stil. Ja, jede malende Person hat ihr Markenzeichen. Blumen zum Beispiel. Oder Gebäude. Oder Ornamente. Eine individuelle Handschrift sozusagen. Eine kindliche Unverdorbenheit ist diesen Werken eigen, nichts Verkrampftes und Verkopftes. Einfach schön. Das gilt auch für die Karten, ein Renner der Druckereiabteilung seit Jahren.

Laura Diriwächter, 21, und Hannes Schmid, 45 «Wir haben alte Annabelle-Bilder, vor allem Menschen, ausgerissen und auf die Kisten und Gegenstände geklebt. Das Kleistern gefällt uns. Wir freuen uns an den vielen Leuten, die Spass haben.»

Laura Diriwächter, 21, und Hannes Schmid, 45 «Wir haben alte Annabelle-Bilder, vor allem Menschen, ausgerissen und auf die Kisten und Gegenstände geklebt. Das Kleistern gefällt uns. Wir freuen uns an den vielen Leuten, die Spass haben.»

Peter Weingartner

Raum für Kreativität

Bauernhof war das Thema dieses Jahr. Ein dankbares. Da lachen ulkige Kühe oder Katzen von getöpferten Vasen oder als originelle Käferhäuser, die man in den Garten stellen kann. Die Klienten der Stiftung haben sich zu Spezialisten ihres Faches entwickelt, sei es im textilen Bereich, in der Kerzenherstellung, bei den Körperpflegeprodukten oder in der Lederwerkstatt. Und manch ein Produkt entlockt dem geneigten Kunden ein Schmunzeln: Es grüsst das rosa Seifenschweinchen.

Patrick Forster, 43 «Ich mache Handschuhe für Kunstturner, die weltweit verwendet werden. In unserer Werkstatt stellen wir auch Gürtel, Schuhe und Ledertaschen her. Das Zusammensein mit vielen Leuten gefällt mir an der Weihnachtsausstellung.»

Patrick Forster, 43 «Ich mache Handschuhe für Kunstturner, die weltweit verwendet werden. In unserer Werkstatt stellen wir auch Gürtel, Schuhe und Ledertaschen her. Das Zusammensein mit vielen Leuten gefällt mir an der Weihnachtsausstellung.»

Peter Weingartner

An der Vernissage am Freitagabend gabs Musik. Cornel Fischer blies das Alphorn und die Volkstanzgruppe begeisterte mit ihrem Tanz zu Polo Hofers «Alperose». Publikum und Darbieter genossen den Auftritt in vollen Zügen.