Erst 2016 hat die Stimmbevölkerung die Anschaffung neuer Helme und Uniformen für die Feuerwehr Rued beschlossen, 96 000 Franken liess sie sich das kosten. Die neue Ausrüstung kann genauso in Anschein genommen werden wie das neuste Löschfahrzeug, das seit Juni 2017 im Ruedertal im Einsatz steht. Es kostete 435 000 Franken und ist auf die Bedürfnisse im Ruedertal zugeschnitten.

Keineswegs eine Luxuslösung; vieles wird hier noch von Hand bedient, wo anderswo Elektronik zum Einsatz kommen würde. Damit das Fahrzeug die teilweise schmalen Gassen im Tal bewältigen kann, ist es etwas schmaler als andere Feuerwehrfahrzeuge. Um auch abgelegenen Höfen zur Hilfe eilen zu können, ist es mit 2400 Liter Wasser und 100 Liter Schaum ausgerüstet. Ebenso mit dabei ist sein Vorgänger, ein 30 Jahre altes Löschfahrzeug, das seit seiner Pensionierung von den «Wändrohrfrönde Waudi» in Schuss gehalten wird.

Fusion der zwei Magazine im Tal funktioniert gut

Das alte Löschfahrzeug diente noch der Feuerwehr Schlossrued. 2014 hat sie mit der Feuerwehr Schmiedrued-Walde fusioniert. So konnte der Bestand von 108 Feuerwehrleuten auf aktuell 67 reduziert werden. «Mittlerweile funktionieren wir sehr gut zusammen», sagt Kommandant Ueli Sommerhalder vor dem Magazin in Schlossrued. Wichtig war dafür die angeschaffte Einheitskleidung. Denn die beiden Feuerwehren hatten unterschiedliche Uniformen, die dafür sorgten, dass die Blauen und die Roten jeweils unter sich blieben. «Die Einheitskleidung hat diesen Graben aufgehoben.»

Einige Schwierigkeiten bereiten kann die Tatsache, dass die Feuerwehr stets von beiden Standorten ausrückt – weil sie für einige sehr abgelegene Weiler zuständig ist, hat sie beide Magazine aufrechterhalten, das verlangt die Aargauische Gebäudeversicherung. «Hier und dort kann es schwierig sein, zu bestimmen, welches Magazin vor Ort welche Aufgaben übernimmt», erklärt Sommerhalder. In der Regel gilt nun: Wer zuerst kommt, fängt an, die Nachzieher fügen sich dann ins Dispositiv ein. «Das funktioniert gut. Wir haben eher das Problem, dass wir die Leute zurückhalten müssen, wenn wir wissen, dass wir nicht alle benötigen», schmunzelt der Kommandant. Das sei auch einer der Vorteile der kleinen Feuerwehr, die eher wenig Einsätze verzeichnet: «Wenn etwas passiert, wollen die Leute auch arbeiten.»

Helikopter über Ruedertal und Hallwilersee

Der Star der Nacht der offenen Tore wird aus der Luft kommen – sofern das Wetter mitspielt. Vizekommandant Dominic Matter ist es gelungen, die Armee von einer Show-Einlage im Ruedertal zu überzeugen. «Er hat auf gut Glück bei der Armee angerufen und schnell signalisiert bekommen, dass die Luftwaffe gerne dabei wäre», erzählt Kommandant Ueli Sommerhalder. Gerne hätten sie schon anlässlich der Einweihung des neuen Löschfahrzeugs 2017 Besuch von der Armee bekommen, erhielten damals jedoch eine Absage, weil die Helikopter zu einem Löscheinsatz mussten.

Dieses Jahr sollte es jedoch klappen, die Armee hat bereits definitiv zugesagt. Weil der Helikopter um 19 Uhr zurück in Dübendorf sein muss, hat die Feuerwehr Rued ihr Programm extra vorverschoben. Es sieht vor, dass die Gäste der Feuerwehr Rued morgen Freitag ab 16 Uhr das Magazin, Fahrzeuge und den Super Puma besichtigen können. Auf die kühnsten Ruedertaler wartet zudem ein Feuerlöscher-Weitwurf und für die Kinder wird Spiel und Spass an allerlei Feuerwehrgerät geboten.

Der Star der Nacht der offenen Tore wird aus der Luft kommen – sofern das Wetter mitspielt.

Der Star der Nacht der offenen Tore wird aus der Luft kommen – sofern das Wetter mitspielt.

Ab 18 Uhr zeigen die Feuerwehr und der Helikopter dann gemeinsam, was sie können: Während der Super Puma vorführt, wie er mit dem Wassersack 2500 Liter zu einem Brandherd fliegen kann, führt die Jugendfeuerwehr eine Rettung über die Leiter durch und schliesslich müssen vor dem Publikum je ein Kamin- und ein Küchenbrand gelöscht werden.

Wo der Helikopter sein Wasser holen wird, ist noch nicht ganz sicher, doch aller Voraussicht nach wird er es im Hallwilersee fassen. Und für den Magen werden den Zuschauern Wurst, Brot, Salat und Getränke angeboten.