Reinach

An der Gmeind gibt es Widerstand gegen die Teilzonenplanänderung

Im Reinacher Moos will die Landi einen neuen Markt mit Tankstellenshop und 74 Parkplätzen bauen. zvg

Im Reinacher Moos will die Landi einen neuen Markt mit Tankstellenshop und 74 Parkplätzen bauen. zvg

Die Landi will ihr altes Domizil an der Sandgasse aufgeben und im Reinacher Moos neu bauen. Gegen die dafür nötige Teilzonenplanänderung regt sich Widerstand.

Die Landi Seengen-Reinach plant in der Industrie- und Gewerbezone Moos, im Norden Reinachs, den Bau eines Landi-Ladens mit Shop und Tankstelle. Der alte Laden mit der markanten Rampe an der Reinacher Sandgasse entspricht nicht mehr den heutigen Bedürfnissen und ist zu klein (siehe Artikel auf Seite 29).

Damit die Landi jedoch am gewünschten Standort bauen kann, schlägt der Gemeinderat dem Souverän vor, die Bauordnung der Gemeinde teilweise abzuändern. Denn im Juni 2010, kurz bevor die Landi das Baugesuch einreichte, hat der Grosse Rat eine Richtplananpassung verabschiedet. Auf dieser Grundlage hat der Kanton das Baugesuch zuerst abgelehnt. Nimmt jedoch Reinach eine Teilzonenplanänderung vor, kann der Landi-Neubau bewilligt werden. Die Behörde schlägt heute Abend den Stimmbürgern vor, im Moos im ganzen drei Standorte auszuscheiden, je einen für die Landi, für Coop Bau- und Hobby-Markt und für Aldi.

«Little Spreitenbach» durch die Hintertür?

Mit einem Leserbrief in der az Aargauer Zeitung vom Montag, 22. November, hat die Reinacherin Christine Haller, Grossrätin der Grünliberalen Partei, ihren Widerstand gegen die Zonenplanänderung angekündigt. Haller wehrt sich nicht gegen einen Neubau der Landi, sondern sie wehrt sich dagegen, «dass jetzt – bevor die Gesamtnutzungsplanung für Reinach vorliegt – schnell, schnell zugunsten eines einzelnen Bauherrn wieder eine Umzonung gutgeheissen werden soll.»

So werde im Moos wieder ein «Salamirädchen» weggeschnitten und «ein Little Spreitenbach alias Moospark durch die Hintertür realisiert.» Haller weist darauf hin, dass in Reinach verschiedene Industriebrachen vorhanden seien, welche zuerst umgenutzt werden sollten, «bevor wieder auf der grünen Wiese eine Fläche von 2500 Quadratmetern versiegelt wird.»

Für die Reinacher Behörde zählt in diesem Zusammenhang auch, dass die Landi im Dorf bleibt, denn «sie bietet rund 15 Arbeitsplätze für Leute von hier an», sagte Gemeinderat Rudolf Lanz gegenüber der az Aargauer Zeitung, «und sie bildet auch junge Leute aus». Seite 29

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