Jubiläum

An der Einweihung vor 25 Jahren war Polizeischutz nötig

Die Linie von Beinwil am See nach Beromünster feiert ihr 25. Jubiläum.

Die Linie von Beinwil am See nach Beromünster feiert ihr 25. Jubiläum.

Nicht alle waren begeistert, als vor 25 Jahren die Bahnlinie von Beinwil am See nach Beromünster durch das Postauto ersetzt wurde. Inzwischen scheint man das Poschti aber akzeptiert zu haben.

Die Einweihung einer neuen Postauto-Linie wäre eigentlich Anlass zur Freude. Stattdessen herrschte am 31. Mai 1992 ziemlich angespannte Stimmung, als die neue Verbindung zwischen Beinwil am See und Beromünster eröffnet wurde. Zuvor war die Bahn die Strecke gefahren und die Bevölkerung sah im Postauto keinen würdigen Ersatz. Es benötigte länger für dieselbe Strecke, dazu bot es erst noch weniger Platz als der Zug. So hatten im Vorfeld der Einweihung vor 25 Jahren die Postauto-Gegner mit Aktionen gegen den Bahn-Ersatz gedroht.

Am Tag der Inbetriebnahme war deshalb zur Sicherheit ein Polizeiaufgebot präsent. Zum Glück blieben die erwarteten Proteste am Ende aus. Und die Streckenbedienung durch die Busverbindung brachte auch Vorteile: Das Postauto konnte mehr Kurse pro Tag anbieten und zusätzliche Haltestellen bedienen, wie etwa jene in Schwarzenbach.

Waren es anfangs weniger als 100 000 Reisende pro Jahr, die die Linie nutzten, sind es heute 184 000. Heute fahren auf der Linie 398 täglich 16 Kurspaare von Beinwil nach Beromünster, dazu kommen drei Nachtkurse an den Wochenenden. Vorläufig sind gemäss Mitteilung keine weiteren Verdichtungen des Fahrplans vorgesehen. Wegen der stetig steigenden Fahrgastzahlen zieht PostAuto aber längerfristig einen integralen Halbstundentakt in Erwägung. (fdu)

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