Wirtschaft
Alu Menziken flieht nach Rumänien

Die Währungskrise schlägt den Schweizer Firmen stark aufs Gemüt. So auch Alu Menziken. Der zweitgrösste Alu-Konzern der Schweiz verlagert einen Grossteil der Produktion in den Osten. 50 Stellen sind betroffen.

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Alu Menziken hat mit dem schwachen Euro zu kämpfen

Alu Menziken hat mit dem schwachen Euro zu kämpfen

Aargauer Zeitung

Der starke Franken hat seit Anfang letzten Jahres zu einer Verteuerung von Schweizer Produkten um fast einen Fünftel geführt. Bislang reagierte die Industrie mit Arbeitszeitverlängerungen, Personalstopps und Einkäufen in Euro. Doch beim rekordtiefen Wechselkurs von 1.22 reicht das nicht mehr aus - die Firmen sehen sich gezwungen, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern.

So auch die Alu Menziken, der zweitgrösste Alu-Konzern der Schweiz. «Alles was wir können, verlagern wir ins Ausland – vor allem die mechanische Bearbeitung von Profilen», sagt Alu-Menziken-Geschäftsführer Roland Gloor gegenüber der Zeitung «Der Sonntag».

Nur die Profilherstellung und die spezialisierte Bearbeitung bleiben in der Schweiz. Bis zu 50 der 350 Stellen werden in den nächsten Monaten nach Rumänien verschoben. Dort hat Alu Menziken vor einem Jahr ein Werk eröffnet. Die gesamte Herstellung von Bauteilen für den Airbus hat die Aargauer Grossfirma bereits dorthin verlagert. Betroffen waren dazumal schon 40 Arbeitsplätze.

Dank voller Auslastung vorerst keine Entlassungen

«Der starke Franken ist eine Katastrophe. Wir sind voll ausgelastet, verdienen aber nichts. Dieses Jahr machen wir sicher Verlust», sagt Gloor gegenüber dem «Sonntag» weiter. Zu Entlassungen soll es aber vorerst nicht kommen, Geschäftsführer Gloor warnt aber: «Das Wachstum findet nur noch im Ausland statt.» (sha)