Reinach
Altes Gebäude im Neudorf weicht einem Neubau

Die unübersichtliche Einmündung der Tunaustrasse in die Neudorfstrasse wird entschärft. Geplant ist ein Passivhaus, also ein Gebäude, das kaum mehr Heizenergie benötigt.

Peter Siegrist
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Diese marode Liegenschaft wird abgebrochen. psi

Diese marode Liegenschaft wird abgebrochen. psi

Peter Siegrist

Kurz nach den Sommerferien kommt es zu einer markanten Veränderung der Neudorfstrasse. Die alte Liegenschaft bei der Einmündung Neudorf-Tunaustrasse wird Anfang August abgebrochen. Das ursprünglich dreiteilige Haus steht seit längerem leer und ist in einem miserablen Zustand.

Die ursprüngliche Besitzerin, die 60plus AG aus Bern, hat die Liegenschaft samt Grundstück der einheimischen Wynablick AG verkauft. Diese erstellt nach dem Abbruch der maroden Liegenschaft ein Geschäftshaus mit drei Etagen.

Zwei Etagen des Neubaus seien bereits an zwei Reinacher Firmen vermietet. Das Ingenieurbüro Franz Bitterli AG und die Calorplan GmbH, ein Ingenieurbüro für Heizung, Lüftung und Sanitär, werden je ein Stockwerk belegen. Für das Erdgeschoss wird noch ein Mieter gesucht.

Heinz Gloor führt sowohl die Wynablick AG wie auch die Calorplan. Er wird also im nächsten Frühjahr selber in den Neubau einziehen.

Das geplante Gebäude wird mit einer Tiefgarage für 10 Parkplätze versehen. «Wir bauen ein Geschäftshaus im Minergie P-Standard», sagt Gloor. Ein eigentliches Passivhaus werde entstehen, ein Gebäude, das kaum mehr Heizenergie benötige.

Auf dem Flachdach wird eine Photovoltaikanlage installiert, die Strom ins Netz liefern kann. Die zusätzlich benötigte Energie für Warmwasser und Heizung wird mit einer Erdsonde und einer Wärmepumpe gewonnen.

Der Bauplan sieht vor, dass die alte Liegenschaft im August abgebrochen wird. Anschliessend beginnt der Baumeister mit dem Neubau. «Wir rechnen damit», sagt Gloor, «im nächsten März mit unseren Büros im Neubau einzuziehen.»

Weil das neue Gebäude von der Einmündung etwas zurückgesetzt wird, werden sich die Sichtverhältnisse für die einmündenden Autofahrer aus der Tunaustrasse verbessern. Davon ist auch Gloor überzeugt.