Das zeigen Passagen aus dem Jahresbericht, der an der Generalversammlung veröffentlicht wurde. Darin schreibt der am Dienstag verabschiedete VR-Präsident Hans Rudolf Würgler: «Personalwechsel sorgten für grössere Unruhe, da sich die Betroffenen direkt an die Aktionärsgemeinden wendeten. Die daraus entstandenen Diskussionen und Gerüchte haben zu einem Vertrauensverlust zwischen Aktionärsgemeinden und dem Verwaltungsrat und schlussendlich zu einem Umbruch in der Zusammensetzung des Verwaltungsrats geführt.»

Die Folge: An der Generalversammlung kam es zu einer grösseren Rochade im Verwaltungsrat der von 8 Suhren- und Ruedertaler Gemeinden getragenen Aktionärsgesellschaft. Präsident Hans Rudolf Würgler, Vizepräsidentin Karin Lüthy und Regina Lehmann stellten sich nicht der Wiederwahl. Für die frei gewordenen Sitze wählten die Gemeindevertreter Uwe Matthiessen (Präsident) aus Reitnau, Daniel Brunner aus Walde und Roland Kläy aus Schöftland. Weiterhin im Verwaltungsrat bleiben Anja Gestmann und Roger Baumberger, beide aus Schöftland.

Auch Thomas Steidle, seit gut einem Jahr Zentrumsleiter, äusserte sich zur personellen Situation des 170-Mitarbeiter-Betriebs. Ende Jahr entliess Steidle mehrere Personen, dies in Absprache mit dem Vorstand. Dies sei zwar bedauerlich, «aber aus Unternehmersicht unausweichlich», sagt Steidle. Denn seit man sich von den Betroffenen getrennt habe, sei bereits eine grosse Beruhigung unter den Mitarbeitern eingetreten.

Der abgetretene VR-Präsident präsentierte als eine seiner letzten Handlungen «das beste Betriebsergebnis, das je im Alterszentrum erwirtschaftet wurde». 342'542 Franken beträgt dieses (Vorjahr: ein Verlust von 9799 Franken). Dazu hätten unter anderem eine optimale Bettenbelegung und tiefere Personalkosten beigetragen.

Die Sanierungs- und Neubaupläne werden abermals verschoben. Sie werden nicht wie letztes Jahr angekündigt 2019 beginnen, sondern erst in sechs bis sieben Jahren. Gemäss Würgler sollte bis dann das nötige Geld von 40 Millionen Franken zusammen sein. (fdu)