Beromünster

Alte Fotos zeigen den Flecken von einst

Museumsleiterin Helene Büchler beim Einrichten. psi

Museumsleiterin Helene Büchler beim Einrichten. psi

Das Haus zum Dolder präsentiert aus seiner Sammlung Fotografien von anno dazumal, darunter auch Bilder des Reinacher Fotografen Peter Kopp (1864-1939).

Bis Ende Mai erhaschen die Menschen in Beromünster in den Schaufenstern von 28 Geschäftshäusern einen Blick in die Vergangenheit des Fleckens. Das Haus zum Dolder zeigt eine Ausstellung mit Fotografien von einheimischen Fotografen aus den Jahren 1900 bis 1950. Die meisten Bilder stammen von Peter Kopp-Weber (1864-1939) und Franz Kopp-Bühler (1885-1966).

Peter Kopp war in Beromünster aufgewachsen, lebte und arbeitete später in Reinach an der Tunaustrasse 14. Er blieb aber zeitlebens eng mit dem Flecken verbunden und hat in seiner Heimat vieles mit seinen Bildern dokumentiert.

Franz Kopp war auch in Beromünster aufgewachsen und hatte hier ein Coiffeurgeschäft geführt. Er war nebenberuflich als Fotograf tätig. Er fotografierte die Stiftskirche, ihre Schätze, den Flecken, Häuser und Höfe.

Haus zum Dolder öffnet Türen

Das Herz der Ausstellung «Blickwinkel Beromünster» befindet sich im Haus zum Dolder. Hier haben Kuratorin Helene Büchler, Daniela Bucher und Hans Lauber, unterstützt von einer Projektgruppe, eine Ausstellung mit historischen Fotografien gestaltet.

Im Zentrum der Ausstellung stehen religiöse Bräuche in Beromünster und kirchliche Feste. So auch die Glockenweihe von 1934. Dieses Fest fand just in dem Jahr statt, wo die Gemeinde ihren Namen Münster LU in Beromünster wechselte. Die Fotografien hätten einen engen Bezug zur Sammlerfamilie Müller, erklärt Helene Büchler. «Einige Fotos waren auch in den Chroniken von Dr. Edmund Müller-Dolder und in den Gästebüchern des Dolder Hauses zu finden. «Diese Bilder waren beschriftet», erklärt Helene Büchler, «das ermöglichte die präzise Zuordnung.»

Mit «wir gehen auf die Strasse» umschreibt Helen Büchler das Konzept der neuen Ausstellung: «Wir freuen uns, dass die Geschäfte dabei sind und mithelfen, eine Stück Dorfgeschichte hinauszutragen».

In den Schaufenstern ziehen grosse Tafeln mit historischen Bildern und kurzen, erklärenden Texten die Blicke auf sich. Diese Bilder stammen aus der Sammlung von Ludwig Suter.

Im Dolder Haus sind die Bilder nach den folgenden Themen gegliedert ausgestellt: Sternsinger – Fusswaschung am Hohen Donnerstag – Osterfeuer – Fronleichnamsprozession und Kanonen und Auffahrtsprozession – Glockenweihe 1934 – Schwinger- und Älplerfest 1928.

Eine grosse Bildtafel mit einer ausführlichen Legende weist auf das Thema hin. Dazu gehört immer eine Fotostrecke mit weiteren Bildern. Zu jedem Thema haben die Ausstellungsgestalter jeweils Originalgegenstände gestellt. So finden sich Kleider und Kronen der Sternsinger, ein Glockenklöppel oder ein sogenanntes «Auffahrts-Hegli», ein traditioneller Fensterschmuck, bei den Fotografien.

Dank dieser Gegenstände, viele sind Leihgaben aus dem Schlossmuseum oder vom Stift, werden die Fotografien greifbar, und sind in einen Kontext eingebettet.

Vernissage heute Freitag, 26. April, 19 Uhr im Stiftstheater. 26. April bis 26. Mai, jeweils Sa, 13-17 Uhr; So 13-17 Uhr.

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