Reinach

Albanisch-Islamische Gemeinschaft widerspricht: Moschee mit Spenden und Bankkredit finanziert

Dieses Gebäude entsteht im Reinacher «Moos».

Dieses Gebäude entsteht im Reinacher «Moos».

Die Albanisch-Islamische Gemeinschaft Reinach weist «nachweislich falsche Informationen» von Saïda Keller-Messahli zurück.

Gar nicht einverstanden ist der Vorstand der Albanisch-Islamischen Gemeinschaft Reinach mit der Stellungnahme der Islamkennerin Saïda Keller-Messahli. Ihr Text erschien unter dem Titel «Kommt das Geld für die grösste Aargauer Moschee aus Kuwait?» in der AZ vom 3. Juni. Der Vorstand (vertreten durch Präsident Azir Jusufi) schreibt:

«Die Stellungnahme von Saïda Keller-Messahli enthält zu unserer Bestürzung nachweislich falsche Informationen, welche wir wie folgt berichtigen: Sie beginnt mit zusammenhanglosen Ausschweifungen bezüglich der Benennung unseres Bauprojekts. Der Name ‹Tulipan› (alb. ‹Tulpe›) stützt sich auf keine Legende, sondern dient als Metapher. Bei der Namensgebung dachte unser Vorstand an die Entwicklung unseres Vereins: Jahrzehntelang standen unseren Mitgliedern begrenzte Räumlichkeiten zur Verfügung – ähnlich einer geschlossenen Blume. Mit der Realisierung des Bauprojekts öffnen sich nicht nur Räume und Möglichkeiten für unsere Community, sondern mit dem integrierten Kulturzentrum auch für alle Mitmenschen unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit. Damit beginnt sich die Blume zu öffnen und prachtvoll zu strahlen. Für diese Symbolik standen die Rose und die Tulpe zur Auswahl. Da die Rose bereits im Gewerbemetier zahlreich zu finden ist, haben wir uns für die Tulpe entschieden.

Suhrentaler Regionalbank half bei der Finanzierung

Ferner wird die Finanzierung unseres Projekts in Frage gestellt. Es werden verwirrende und widersprüchliche Behauptungen aufgestellt mit der Konklusion, dass es nicht stimmen könne, dass keine Gelder aus dem Ausland geflossen seien.

Dies geht klar ins Leere und ist unwahr. Die Finanzierung unseres Bauprojekts stammt ausschliesslich aus Mitteln im Inland: Die benötigten Eigenmittel stammen nachweislich aus Beiträgen von Spendern und Gönnern im Inland, darunter von unseren 306 Mitgliedern. Der fehlende Teil wird durch un­sere Bank Leerau in Schöftland fremdfinanziert. Die genauen Zahlen sind der zuständigen kantonalen Behörde bekannt.

Sehr wohl in die Gesellschaft integriert

Weiter werden wir indirekt mit Radikalisierung in Verbindung gebracht. Dies entbehrt jeglicher Grundlage. Unser Verein besteht seit nunmehr fast dreissig Jahren und ist sehr wohl in der Gesellschaft integriert. Wir beachten die schweizerische Rechtsordnung stets in allen Aspekten und weisen entschieden sämtliche Vorwürfe von uns.

Schliesslich wird wahrheitswidrig behauptet, unser Bauprojekt sei nicht offen publiziert und nur versteckt auf Albanisch zu finden. Das Projekt wurde von Anfang an hinreichend offen publiziert und gemäss den geltenden Bauvorschriften ausgeschrieben. Sämtliche Eingaben erfolgten in deutscher Sprache bei der zuständigen Baubehörde. Weitere Informationen konnte und kann man auf unserer Projektwebsite www.­tulipan-reinach.ch finden – auf Albanisch und auf Deutsch.»

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