Whatsapp, Instagram, Snapchat – Smartphones sind bei Jugendlichen aber auch Kindern angesagt und gehören wie die neuen Medien längst zu ihrem Alltag.

«Es ist wichtig, Kindern und Jugendlichen einen vernünftigen Umgang mit digitalen Geräten beizubringen und ihnen auch die Gefahren aufzuzeigen», sagt Matthias Bär, Co-Leiter der Kreisschule Safenwil-Walterswil, und ergänzt: «Die Digitalisierung schreitet rasant und unaufhaltsam voran.»

Getreu dem Motto «früh übt sich» sammeln an der Kreisschule schon Kindergärtler ihre Erfahrungen auf dem Tablet. Pro Klasse stehen zwei Geräte zur Verfügung. Spielerisch üben Primarschüler am Computer mit verschiedenen Softwares.

«Der Unterricht ist dem Alter angepasst», sagt Bär. Er erzählt, wie sich der Berufsalltag für die Lehrer verändert hat: Noten werden elektronisch in die Zeugnisse eingetragen, Eltern werden per Mail kontaktiert und Abrechnungen am Computer gemacht.

Und gleichzeitig bringen Lehrpersonen ihren Schülern den Umgang mit den neuen Medien bei. Wie kreativ die Umsetzung ist, zeigt sich am 9. und 10. März an der Ausstellung «Kunstkontakte» in der Mehrzweckhalle Safenwil.

Neubeschaffung von 135 Geräten

Damit all dies an der Kreisschule Safenwil-Walterswil zeitgemäss erfolgen kann, hat im November 2014 die Safenwiler Gemeindeversammlung einem Kredit von 311 000 Franken für die Erneuerung der Schulinformatik an der Kreisschule zugestimmt.

Da die Kreisschule seit 2003 gemeinsam mit Walterswil geführt wird, beteiligte sich die Solothurner Gemeinde mit 42 000 Franken.

«Die Erneuerung war dringend nötig, denn das ICT-Konzept 2015 bis 2020 ist eine Fortsetzung des Informatikkonzeptes aus dem Jahr 2007», sagt Bär. Nun sind alle Schulhäuser miteinander verbunden und mit Drahtlosnetzwerken ausgestattet.

Nach der Neubeschaffung von 135 Geräten wie PCs, Laptops, Tablets und Druckern hat sich augenmerklich das Bild im Schulzimmer verändert. Anstelle von Hellraumprojektoren und Leinwänden sind Visualizer und interaktive Wandtafel-Technologien im Einsatz. «Es besteht dennoch die Möglichkeit, Schiefertafel und Kreide zu benutzen», sagt Bär.

Für rund 15 ersetzte Hellraumprojektoren und einige TV-Geräte wird eine Weiterverwendung in Osteuropa geprüft. Damit die Lehrerinnen und Lehrer informatikfit sind, gehören Weiterbildungen dazu. «Wir sind verpflichtet, uns mit den neuen Medien zu befassen, denn wir bilden die Leute von morgen aus.» (egu/mei)