Reinach
Aargauer «Büez» für neue Parsennbahn Davos

Im Dezember soll die erneuerte Parsennbahn in Davos den Betrieb aufnehmen. Interessante Sanierungsaufträge konnten Fischer Rista und Vanoli aus dem Wynental ausführen

Ruedi Mäder
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Armierungskörbe auf dem Trasse der Parsennbahn

Armierungskörbe auf dem Trasse der Parsennbahn

Runde 17 Millionen Franken investierte die Davos Klosters Bergbahnen AG in die Erneuerung des oberen Abschnitts der Parsennbahn. Ein Teil der «Hardware» stammt von Spezialisten aus dem Unterland. Fischer Rista konstruierte die Bewehrungen, eindrückliche 350 Tonnen Armierungsstähle. Die Stäbe wurden maschinell zusammengeschweisst, gebogen und zu Körben geformt. Diese wurden vom Bauunternehmen auf dem bestehenden Viadukt-Trassee montiert. In der nächsten Phase wurde die Armierung eingeschalt, mit Beton gefüllt und überzogen, ehe die Stunde des Gleisbauers schlug.

Bekenntnis zum Standort Schweiz

Bei Fischer Rista handelt es sich um eine Tochter der traditionsreichen Metallformer Fischer Reinach. Als Kernkompetenz nennt der Wynentaler Betrieb mit 70 Beschäftigten die rationelle Herstellung von massgeschneiderten, vorfabrizierten Bewehrungen «für praktisch jedes Bauobjekt» und für die Betonvorfabrikation. Nahezu jede Dimensionierung sei möglich, erläutert Geschäftsführer Daniel Oschwald, sei es für den Hoch- oder den Tiefbau, für Tunnels oder Brücken.

Zu ihren Stärken rechnet die Firma innovative Lösungen, mit denen man sich von der nicht geringen Konkurrenz abheben will. Zu den Kunden gehören Ingenieurunternehmen, einheimische Stahlhändler, Betonelementwerke sowie Hoch- und Tiefbaufirmen. Fischer Rista setzt auf den Standort Schweiz. Das lässt sich nicht zuletzt am Einbau einer neuen Mattenschweissanlage ablesen, immerhin eine Investition in Millionenhöhe. Wolle man der hartnäckigen Konkurrenz weiter Paroli bieten, komme man nicht darum herum, die Produktivität so hoch wie möglich zu halten. Strategisch steht die Konzentration auf komplexe dreidimensionale Armierungstechnik-Lösungen im Vordergrund, die sich schnell applizieren lassen. Man sei «gut ausgelastet», sagt Geschäftsführer Oschwald. Der Parsennbahn-Auftrag brachte Arbeit für einen halben Monat.

Von einem «interessanten Grossauftrag» spricht auch Markus Howald, Geschäftsführer von Vanoli aus Zofingen. Der Gleis- und Gleistiefbau auf Akkordbasis stellt seit Jahrzehnten einen von drei Pfeilern des Familienunternehmens dar. Vanoli weist eine Stammbelegschaft von 180 Beschäftigten auf. Weitere Unternehmensbereiche sind der Tief- und der Strassenbau sowie der Personalverleih an die SBB für deren Sicherheitsdienst. Das Zofinger Familienunternehmen bezeichnet die eigene Auslastung als «sehr gut» und den Arbeitsvorrat als «solid».