Teufenthal
Aargau, Afrika, Australien und zurück

Der Gemischte Chor lud zu einem Konzert mit Liedern aus aller Welt ein. Afrikanische traditionelle Lieder mit Trommelbegleitung liessen die Sängerinnen und Sänger im Takt wiegen und gefielen dem Publikum besonders gut.

Sibylle Haltiner
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«Die Texte und Lieder haben uns manchmal den Kopf zerbrochen und einen Knopf in die Zunge gemacht», erklärte Susanne Beyeler, Präsidentin des Gemischten Chors Teufenthal, zu Beginn des Konzertes. Der Unterhaltungsabend in der Turnhalle Teufenthal stand unter dem Motto www.global-vernetzt.teufenthal und führte die Zuhörerinnen und Zuhörer auf eine musikalische Reise rund um die Welt.

Start des Konzerts in der Heimat

Die kleine Weltreise startete unter der Direktion von Susanne Heule in heimatlichen Gefilden und ohne Zungenbrecher: «Im Aargäu sind zweu Liebi», was von den Sängerinnen und Sängern gleich auch szenisch dargestellt wurde. So schäkerten die Liebenden miteinander, trauerten der Trennung wegen und zum Schluss mussten sich die Männer von den «Müttern» ausschimpfen lassen.

Mit «Les Champs-Elysées» und «Chanson d’Amour» ging es weiter nach Frankreich. Die Reiseleitung übernahm Claudia Balatti von United Nonsense alias Sophie Gugger. Sie bezog das Publikum in ihre Sketche ein, suchte vor der Reise nach Frankreich im Saal den Eiffelturm oder ging auf die Pirsch nach einem feurigen Italiener für den Trip in den Süden. Mit Zaubertricks, die zum Teil leicht schlüpfrig waren, brachte sie die Konzertbesucher zum Lachen.

Nachdem der Chor bei den ersten Liedern in einheitlich schwarz-blauem Tenue aufgetreten war, mischten sich danach Cowboy-outfit, Trachten, Sommerkleidchen oder ein farbenfrohes afrikanisches Kostüm darunter. Denn auch die Chormitglieder selbst stimmten das Publikum auf die nächsten Reisedestinationen ein. Als Flamencotänzerin im roten Kleid oder italienischer Gigolo mit Freundin und Vespa zeigten die Sängerinnen und Sänger tänzerisches und komödiantisches Talent. «Un poquito cantas», «Volare» oder «Ma come balli bella bimba» setzten die musikalischen Akzente dazu.

Begleitet wurde der Chor am Klavier von Hansjörg Heule, der den Liedern, vor allem auch «Funiculi-Funicula», den letzten Schmiss verlieh.

Nach der Pause ging die Reise weiter nach Afrika. Die traditionellen Lieder, «Sia hamba» und «Si ma ma kaa» mit Trommelbegleitung liessen die Sängerinnen und Sänger im Takt wiegen und gefielen auch dem Publikum besonders gut. Eine Sängerin im Löwenkostüm räkelte sich zu «The Lion sleeps tonight» und den Abschluss des Afrika-Aufenthalts machte «Pata Pata», das mitreissende Lied von Miriam Makeba.

Afrika kommt besonders gut an

«Die Literatur muss zum Chor passen», erklärte die Dirigentin Susanne Heule und bestätigte, dass die afrikanischen Volkslieder vom Chor besonders gerne gesungen werden. Einige der vorgetragenen Lieder hatte sie selbst arrangiert und an die Stimmen angepasst. Zum einen Stück, «Panorama», sind überhaupt keine Noten vorhanden; Susanne Heule hörte sich das Lied im Internet an und brachte es zu Papier. Der Schwierigkeitsgrad der Lieder sei ausgeglichen gewesen, meinte die Dirigentin. «Als Knacknuss erweist sich manchmal die Aufgabe, alle Chormitglieder für die verschiedenen Lieder zu begeistern.» Dies war ihr aber ganz offensichtlich gelungen, denn das Konzert gefiel vor allem auch durch die Singlust und die ansteckende Begeisterung der Sängerinnen und Sänger.

Auf die zweitletzte Destination, Australien, wiesen ein Ranger am Lagerfeuer und Barbara Tanner mit dem Didgeridoo hin, der Chor sang «Walzing Mathilda» und «Kookaburra». Zum Schluss kamen die Sängerinnen und Sänger in die Schweiz zurück und schlossen das Konzert mit «Panorama» und «Am Himmel stoht es Sternli» ab. Das Publikum liess den Gemischten Chor die Reise erst nach zwei Zugaben beenden.