Wynental

96 000 Franken aus Swisslos-Fonds für die Integration

Asylbewerber und Sozialhilfeempfänger bringen sich für die Gesellschaft ein. (Symbolbild)

Asylbewerber und Sozialhilfeempfänger bringen sich für die Gesellschaft ein. (Symbolbild)

Das Oberwynentaler Projekt «jobwärts» erhält fast 100'000 Franken aus dem Swisslos-Fonds. Das ermöglicht den Initianten des Integrationsprojekts mehr Freiraum.

Aufgrund der Herausforderungen im Asyl- und Flüchtlingswesen hat der Aargauer Regierungsrat Beiträge von insgesamt 731 600 Franken aus dem Swisslos-Fonds für Projekte in den Gemeinden gesprochen. Eins davon ist «jobwärts», lanciert von der Organisation «Impuls Zusammenleben aargauSüd» und den Gemeinden Burg, Menziken und Reinach. Das Oberwynentaler Projekt bekommt 96 000 Franken – einen schönen Teil des Kuchens. Total wurden 24 Vorhaben berücksichtigt.

«Jobwärts» hat zum Ziel, Beschäftigungsmöglichkeiten für Personen aus dem Asyl- und Sozialhilfebereich zu schaffen. Dank des kantonalen Beitrags kann das Programm, das im September 2016 als Pilotprojekt in Burg startete (die az berichtete), nun etabliert und aufs ganze Wynental ausgeweitet werden.

Natalie Ammann, Integrationsverantwortliche für die Region aargauSüd, freut die Anerkennung. Sie sieht in «Jobwärts» einen doppelten Nutzen: «Das Programm will einerseits Personen aus dem Asylbereich und Sozialhilfebezügern Beschäftigung bieten, sie aus dem Nichtstun und der Lethargie herausbringen und Möglichkeiten schaffen, dass sie ihre Fähigkeiten einsetzen und allenfalls Erfahrungen für eine spätere Einbindung in den Arbeitsmarkt sammeln können.»

Auf der anderen Seite gehe es aber auch um einen Dienst an der Allgemeinheit, die für die Kosten im Sozialbereich aufkomme. Aus diesem Grund gehe es bei «jobwärts» ausschliesslich um gemeinnützige Arbeiten, beispielsweise um Einsätze bei der Gemeinde. Die acht Eritreer etwa, die beim Burger Pilotprojekt dabei sind, unterstützen halbtageweise das Bauamt oder den Schulhausabwart.

«Die Bilanz des Pilotprojekts ist positiv», so Ammann, «allerdings zeigt sich auch, dass der Koordinationsaufwand für die Durchführung dieser Einsätze hoch ist.» Die Swisslos-Gelder sollen nun vor allem dazu verwendet werden, den Organisations- und Koordinationsaufwand für die Beschäftigungseinsätze zu leisten. Für die Umsetzung dieser Aufgabe wird die Zetzwiler Gemeinderätin Lilo Henkel (ehemals Pforte Arbeitsmarkt) das Team von «Impuls Zusammenleben» verstärken.

Wie man die Koordination der Freiwilligenarbeit im Flüchtlingsbereich und das Projekt «jobwärts» nun konkret lancieren will, werden die Vertreter der Ressorts Soziales aus den beteiligten Dörfern (neun Wynentaler Gemeinden plus Birrwil) nächste Woche beraten und danach die Planung an die Hand nehmen. Gegen Mitte Februar soll die Öffentlichkeit über das weitere Vorgehen informiert werden. (rap)

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