Alle waren überrascht von der grossen Anzahl: Die Veranstalter hatten nicht mit dem riesigen Publikumsaufmarsch gerechnet, die Besucher staunten angesichts der gegen 60 Oldtimer, welche die Familie Brunner in zwei Hallen, wovon eine doppelstöckig und mit Autolift ausgestattet ist, beherbergt.

Anlässlich der Jubiläumsveranstaltung des Erzähltals, das in seiner zehnten Durchführung unter dem Motto «persönlich» stand, gaben Ernst und Rita Brunner Einblick in ihre Leidenschaft zu Oldtimern und machten für einen Abend nicht nur ihre Garagen, sondern auch die wunderschöne Parkanlage an der Dorfstrasse 1 für die Öffentlichkeit zugänglich.

«Ich bin erstaunt, so viele Gleichgesinnte zu sehen, welche diese alten Rosthaufen ebenso gern haben wie ich», sagte Ernst Brunner zur Begrüssung und schränkte gleich ein: «Wobei es nur an zwei bis drei meiner Autos Rost hat.»

Die Besucher staunten nicht nur ob der grossen Anzahl der Autos, sondern auch über deren Zustand, der die Liebe der Besitzer zu ihren Fahrzeugen widerspiegelte. Alle Autos waren herausgeputzt, perfekt ausgestellt und angeschrieben. Da standen ein Cadillac La Salle, Baujahr 1931, ein Bentley Coupé aus dem Jahr 1934 (Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h) oder die «Knutschkugel» BMW Isetta 300, Jahrgang 1958, 2 Sitze, die nur bis ca. 85 km/h läuft. Sogar ein Ford T Tudor Sedan aus dem Jahr 1927 mit einer 2-Gang-Automatikschaltung war zu bewundern. Wer sich nicht für die Motorenleistung interessierte, bewunderte die oft luxuriöse Innenausstattung oder die kräftigen Farben der Karosserien.

Die Oldtimer sind fahrtüchtig

Die Autos waren nach ihrer Herkunft angeordnet: Die grosse Einstellhalle war den amerikanischen Wagen gewidmet, das Untergeschoss beherbergte sportliche englische Wagen und in der dritten Garage standen die Europäer.

Ernst Brunner bewegt seine Oldtimer regelmässig. «Mit den Amerikanern fahre ich gerne Richtung Entlebuch, dort hat es schöne Strassen, auf welchen nicht viel Verkehr herrscht.» Mit den sportlichen Engländern gehts eher in den Jura.