Homberg
53. Homberg-Schwinget in Reinach: Der «Neu-Eidgenosse» Döbeli war besser als alle anderen

Nach der 50'000-Zuschauer Arena des Eidgenössischen dürfte das eine intimere Stimmung für den Freiämter Schwinger Andreas Döbeli gewesen sein: Er gewann am 53. Homberg-Schwinget, das 170 Teilnehmern und 1000 Zuschauer anlockte.

Wolfgang Rytz
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53. Homberg-Schwinget 2019
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Gut 1000 Zuschauer säumten beim 53. Homberg-Schwinget die vier Sägemehlringe.
Die entscheidende Aktion im Schlussgang: Andreas Döbeli (l.) zieht kurz gegen seinen Bruder Lukas
Festsieger Andreas Döbeli auf den Schultern seines Bruders Lukas (r.) und Lukas Schwenkfelder.

53. Homberg-Schwinget 2019

Wolfgang Rytz

er Präsident des Schwingklubs Kreis Kulm, André Bergmann, strahlte und schwelgte am Schluss: «Das war nun einfach top, sensationell.» Gut 1000 Zuschauer sorgten für einen stimmungsvollen Homberg-Schwinget auf der Wiese beim Berggasthof. Sportlich setzte ein Freiämter «Neu-Eidgenosse», Andreas Döbeli, das Glanzlicht. Zwar begann der 21-jährige Sarmenstorfer mit einem «Gestellten» gegen den Luzerner Gast Romann Fellmann verhalten, danach bettete er aber vier Gegner hintereinander platt ins Kurzholz.

Ganz selten: Zwei Brüder standen im Schlussgang

Im Schlussgang kams zur Premiere gegen seinen zwei Jahre jüngeren Bruder Lukas. Dieser hatte in den letzten Tagen angekündigt, dass er nach dem knapp verfehlten Kranz in Zug heiss darauf sei, «Eidgenossen» zu schlagen. Doch auf dem Homberg gab Andreas den Tarif durch. Der Festsieger des «Nordwestschweizerischen» in Wittnau wuchtete seinen Bruder schon im zweiten Zusammengreifen mit Kurz in die Unterlage. Dort vervollständigte er mit Kniekehlengriff zum Resultat. Als Lohn sicherte sich der Geflügelfachmann das Holsteinrind «Hermine» respektive den Gegenwert in bar. «Nach den Abmeldungen der anderen ‹Eidgenossen› machte ich mir selber Druck, denn ich wusste, dass ich bei dieser Konkurrenz gewinnen sollte.», sagte er nach dem 43-sekündigen Schlussgang.

Stephan Studingers letzter Kampf als aktiver

Auf Rang 2 beendete Stephan Studinger den Homberg-Schwinget und damit seine 25-jährige Schwingerlaufbahn. Der 37-fache Kranzschwinger bleibt jedoch Technischer Leiter bei den Aarauern. Diese mussten sich im Amag-Cup von den Freiämtern um 5,25 Punkte entthronen lassen. Die Aargauer Schwingersaison endete also mit einem doppelten Freiämter Triumph.
Nebst 59 Aktiven standen auch 111 Jungschwinger im Einsatz. Die Kategoriensiege gingen an Pascal Joho (Sarmenstorf), Elias Lüscher (Schlierbach), Giulio Russo (Suhr) und Matti Berchtold (Wettingen).

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