Wiliberg
45 Jahre hat Otto Maurer für die Burgherr Moosersäge gearbeitet

In den letzten drei Wochen hat Otto Maurer (65) aus Wiliberg für die Burgherr Moosersäge AG noch seine letzte Scheune vollendet, seit Montag ist er im Ruhestand. 45 Jahre lang hat der gelernte Zimmermann für das Familienunternehmen gearbeitet.

Nadia Rambaldi
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Otto Maurer

Otto Maurer

Aargauer Zeitung

Gleich nach Abschluss seiner Lehre 1964 in Strengelbach hat er unter Ernst Burgherr bei der Burgherr Moosersäge AG angefangen. Insgesamt hat er bei den Burgherrs drei Generationen erlebt: Nach Ernst leitete Hans Burgherr das Unternehmen, seit 2006 hat Thomas Burgherr die Geschäftsleitung.

Unzählige Scheunen gebaut

«Das Schöne an meinem Beruf war, dass man immer unter die Leute kam und draussen zu tun hatte», sagt der Polier. Ausserdem sei es immer sehr befriedigend gewesen, am Ende eines Arbeitstages gleich zu sehen, was man geleistet habe. Otto Maurer hat in seinen 45 Berufsjahren unzählige Scheunen geplant und gebaut. «Otto Maurer ist ein Polier, der alles kann», sagt Thomas Burgherr. «Er hat bei uns Treppen, Türen und Tore, Dachkonstruktionen, Hallen, Scheunen und Häuser gebaut und war auch im Innenausbau tätig.» Er sei während der letzten 45 Jahre eine wichtige Stütze für das Unternehmen gewesen.

1966 verliess Otto Maurer das Unternehmen, wenn auch nur für kurze Zeit, um in Amlikon im Kanton Thurgau zu arbeiten. «Ich wollte mal fremdes Brot essen», begründet er den Weggang. In Amlikon hat er auch seine Frau Berta kennen gelernt. Danach hat er noch kurz in Oberwil in Zürich gearbeitet, bevor er in Biel die Polierausbildung an der Holzfachschule absolvierte. 1968 nahm er seine Arbeit bei der Burgherr Moosersäge AG wieder auf und heiratete Berta Küng. Zuerst haben die beiden in Reiden gewohnt, später hat Otto Maurer für sich, seine Frau und seine drei Kinder in Wiliberg ein Haus gebaut.

Für die Firma hat Otto Maurer in der ganzen Schweiz Arbeiten ausgeführt. Die Arbeit sei in den letzten 45 Jahren dank Einsatz von Maschinen auch etwas leichter geworden. Er erinnert sich noch gut an einen Auftrag in Sörenberg. Dort habe es die ersten Tage so geschneit, dass er sein Auto Ende Woche ausgraben musste. «Wir arbeiteten auf dem Dach und neben uns fuhren die Leute Ski.»

Zeit für Hornussen und Schiessen

Otto Maurer freut sich auf seinen Ruhestand, auch weil er nach einem harten Arbeitstag «schon ziemlich kaputt» sei. Nun wird er sich vermehrt seinen Bienenvölkern widmen, derzeit sind es, wegen der Sauerbrut, nur noch 15. Ausserdem gehören Schiessen und Hornussen zu seinen Hobbys. Und seinen drei Grosskindern wird er wohl noch die eine oder andere Bäbistube schreinern. Otto Maurer ist der Moosersäge AG dankbar für die gemeinsame Zeit: «Ich fühlte mich immer sehr gut aufgehoben und angesehen in der Firma.»