Oberkulm

250 Unterschriften für einen Urnenentscheid und für mehr Schulsozialarbeit

Das Referendum gegen das Oberkulmer Nein scheint zustande gekommen zu sein. Damit dürfte es zur Urnenabstimmung kommen.

Das Referendum gegen das Oberkulmer Nein scheint zustande gekommen zu sein. Damit dürfte es zur Urnenabstimmung kommen.

Die Herbstgmeind sprach sich gegen eine Pensenerhöhung bei der Schulsozialarbeit aus. Nun scheint das Referendum gegen diesen Entscheid zustande gekommen zu sein. Damit dürfte es zur Urnenabstimmung kommen.

Die Herbstgmeinden in Teufenthal und Unterkulm hatten der Pensenerhöhung von 80 auf 140 Prozent bei der Schulsozialarbeit an der Kreisschule Mittleres Wynental zugestimmt. Oberkulm, die dritte Gemeinde im Bunde, aber sagte Nein.

Ein Referendumskomitee hat inzwischen über 250 Unterschriften gesammelt. Das teilt Schulpfleger und Projektleiter Sandro Lasen mit. Damit dürfte es zur Urnenabstimmung kommen, auch wenn die Anzahl der gültigen Stimmen noch nicht feststeht. Das Komitee hat rund anderthalb Mal so viele Unterschriften wie nötig gesammelt: 172 braucht es gemäss früheren Angaben der Verwaltung.

Gemeindeschreiberin Petra Sommer bestätigt denn auch den Eingang des Referendumsbegehrens am 18. Dezember, weist aber darauf hin, dass es noch die formelle Zustimmung des Gemeinderats braucht, der erst am 11. Januar wieder tagt.

Die Abstimmung an der Gemeindeversammlung war relativ knapp ausgefallen: Mit nur 68 Ja- zu 52-Nein-Stimmen folgten die Stimmberechtigten damals dem Ablehnungsantrag des Gemeinderats – ein zu knappes Resultat für die Mitglieder der Oberkulmer Schulpflege, die «Elternmitwirkung» und für andere Befürworter der Schulsozialarbeit. Zügig hatte sich ein Referendumskomitee formiert, das schliesslich in nur 14 Tagen die mehr als
250 Unterschriften zusammenbrachte.

Sandro Lasen macht aus seiner Freude über den Sammelerfolg keinen Hehl: «Unsere Referendumsgruppe war in kurzer Zeit auf 18 Personen angewachsen.» Man habe sich aufgeteilt, um Doppelspurigkeiten zu vermeiden und effizient zu sammeln. «Viele tolle und qualitativ gute Gespräche auf der Strasse oder an der Haustüre haben Stimmbürger für dieses Vorhaben begeistern können.» Sowohl junge wie ältere Menschen hätten für das Anliegen gewonnen werden können. «Ich bin sehr erfreut, mit welcher Dynamik und welchem Eifer dieses Projekt bearbeitet wurde.»

Entspricht das Referendum den gesetzlichen Anforderungen, wird es voraussichtlich am 28. Februar zur Abstimmung kommen. (rap)

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