Im vergangenen Jahr leisteten in der Feuerwehr Reinach-Leimbach 90 Personen aktiv Feuerwehrdienst. In seinem Rückblick erwähnt der Kommandant 39 Alarme. 13-mal rückte die Feuerwehr dabei zu einem Brandfall aus. «Unser Alarmierungssystem ‹Einrücken via Depot› hat sich sehr gut bewährt», erklärt Habermacher. Bei einem Alarm begeben sich die Reinacher Feuerwehrleute zum Feuerwehrdepot, werden dort informiert, fassen die für den Fall nötige Ausrüstung und rücken aus. «Die heutigen Kommunikationsmittel erlauben uns, bereits auf der Fahrt alle Leute auf den aktuellen Stand zu setzen.» Bei Eintreffen auf dem Brandplatz seien alle ausgerüstet und könnten sofort mit den Rettungs- oder Löscharbeiten beginnen, sagt Habermacher.

Während des letzten Jahres haben die Angehörigen der Feuerwehr 40 Übungen durchgeführt. «Abwechslungsreiche und anspruchsvolle Übungen fordern die Feuerwehrleute und sind der beste Garant, dass auch im Ernstfall richtig vorgegangen wird» erklärt der Kommandant. Gezielte Ausbildungseinheiten werden zum Teil extern geschult. So hat im vergangenen Sommer ein so genanntes Heisstraining bei der Chemiewehrschule in Zofingen stattgefunden. Die Atemschutzgeräteträger übten ihren Einsatz in grosser Hitze an echtem Feuer.

Alu-Feuerwehr arbeitet mit

Die Betriebslöschgruppe der Alu Menziken Extrusion AG im Werk Reinach ist der Reinacher Feuerwehr zur Betreuung und Zusammenarbeit zugewiesen. Deshalb wurden gemeinsame Übungen durchgeführt. Bei verschiedenen Übungen gehen die Ausbildner an die physischen und psychischen Belastungsgrenzen der Feuerwehrleute. Damit die geforderte Leistung unter diesen Bedingungen erbracht werden könne, erklärt Habermacher, «sind ein guter Teamgeist, gegenseitiges Vertrauen und Respekt nötig».

Ein Dauerthema ist die Rekrutierung neuer Feuerwehrmitglieder. Grundsätzlich besteht für alle Bürger und Bürgerinnen die Feuerwehrpflicht bis zum 44. Altersjahr. Mit Informationsveranstaltungen bemüht sich die Reinacher Feuerwehr darum, die «richtigen» jungen Leute für diesen Dienst an der Allgemeinheit zu gewinnen. «Wir zeigen unsere Arbeit und klären bei Interessierten ab, ob sie geeignet und genügend verfügbar sind», sagt Habermacher.

Die Reinacher Feuerwehr benützt für ihr Einsatz- und Übungsmaterial nebst dem Depot Reinach zwei Aussenstandorte: Im ehemaligen Depot Leimbach und beim Bauamt Reinach ist zusätzliches Material eingelagert. Aktuelles Thema ist in diesem Jahr die Beschaffung eines Ersatzes für das alte Pikettfahrzeug.